GEFAHRENE ROUTE


Venezuela I auf einer größeren Karte anzeigen

 

  

VENEZUELA

 

TEIL I 

 

07.11. - 14.12.2013

 

 

 

GRENZE KOLUMBIEN/VENEZUELA - ROUTA TRASANDINA -

SIERRA NEVADA NATIONALPARK - 

CORO - MEDANOS DE CORO - PENINSULA PARAGUANA -

MORROCOY NATIONALPARK -

HENRY PITTIER NATIONALPARK/PLAYA GRANDE/PUERTO COLOMBIA -

COLONIA TOVAR


__________________ 

 

 

Am Grenzübergang

 von CUCUTA (KOLUMBIEN) nach

SAN ANTONIO DEL TACHIRA (VENEZUELA)

 

 

EINREISE:

 

 

Noch auf kolumbianischer Seite

wechseln wir an der Straße (Schwarzmarkt)

bei einem der hier aufgereihten unzähligen Anbietern,

zu einem Kurs der uns knapp das 8-fache vom offiziellen Wechselkurs

  des festgelegten Kurses des Staates,

gegenüber dem US-Dollar bringt.

 

In einer Seitenstraße in der Nähe der kolumbianischen Grenze

besorgen wir unseren Ausreisestempel

und geben die Einreisepapiere von Kolumbien

für unseren LKW/Motorrad ab.

 

Nach einer halben Stunde ist alles erledigt.

 

Wir überqueren mit unzähligen anderen Menschen

die Grenzbrücke zu Venezuela

und werden von den dortigen Grenzbeamten

auf einen Hinterhofparkplatz verwiesen.

 

Das langwierige Procedere nimmt seinen Lauf...

 

Getrennt fahren wir mit einem Mototaxi

in die Calle 9 in der Stadt.

 

Dort befindet sich dieses Mal die Immigration

und nicht wie gewohnt,

direkt an der Grenze.

 

 

  

Schnell ist alles gestempelt,

drei Monate werden uns bewilligt

und es werden keine Gebühren berechnet.

 

Olaf fährt mit dem Mototaxi weiter,

 tiefer hinein in die Stadt um eine Versicherung

für unsere Fahrzeuge zu besorgen,

währenddessen warte ich am Auto.

 

Drei Monate möchte man uns nicht geben an Versicherung,

sondern direkt ein komplettes Jahr.

 

Die Seniora hinter dem Schalter meint lächelnd,

da es so günstig ist gibt es nur Jahresverträge.

 

Und sie hat recht, für 1 Jahr inkl. Motorrad

bezahlen wir umgerechnet 22 Euro.

 

Wieder am Auto brauchen wir eigentlich "nur noch"

die offiziellen Einreisepapiere für die Fahrzeuge

die uns über drei Stunden kosten.

 

Dafür gibt es Mandarinen und Cafe

von den Grenzbeamten als Entschädigung.

 

Offiziell dürften wir nur ein Fahrzeug einführen.

 

Da aber unser Motorrad am Heck hängt,

muss eine Sondergenehmigung vom Chef

 eingeholt werden und die DAUERT!!

  

Zum Schluss gibt es noch einen schnellen Kontrollblick ins Auto

und nach geschlagenen 6 Stunden ist die Aus- und Einreise erledigt. 

 

Paco und Mexi sowie unser voller Kühlschrank

sind hier an der Grenze uninteressant.

 

_____________________

 

 

Wir setzen uns in Bewegung und kommen jedoch nicht weit,

da wir nach wenigen Metern in einen wortwörtlichen Mega-Stau geraten,

der durch eine Militärkontrolle verursacht wird.

 

Es reicht ja nicht,

 dass wir gerade erst von der Grenze kommen

wo schon alles kontrolliert wurde.

 

Auf der linken Seite ist eine Spur, hinter dem großen Stau, frei

 und wir nutzen unwissend die Gelegenheit

 und fahren unserem Vordermann einfach hinterher

 sowie am mehrspurigen und langem Stau vorbei

und stehen direkt bei der Militärkontrolle

die uns eifrig auf die Seite winkt ...

 

Einer der Militärs steigt in unseren Wagen und befiehlt uns

zur unweit entfernten Röntgenstation zu fahren,

da es ihnen wohl zu lange dauert,

unseren LKW auf den Kopf zu stellen.

 

"Bienvenidos a Venezuela"

 

 klang es etwas ironisch aus seinem Mund.

 

An der Röntgenstation

schenkt man uns eine weitere Stunde des Wartens.

 

 

DER DROGEN- UND WAFFENFUND BLEIBT AUS - MAGGIE IN DER RÖNTGENHALLE

 

 

Nachdem dann nun endlich geklärt ist,

dass unser Wohnkoffer

keine kolumbianischen DROGEN sowie Waffen beinhaltet

und wir tatsächlich "NUR " harmlose und freundliche Touristen sind,

dürfen wir endlich weiter ziehen

 und fahren im Schritttempo im Konvoi die Berge hinauf,

in die Nacht hinein sowie an einer großen entgegengesetzten Autoschlange vorbei

wo die Massen an Menschen darauf warten

durch die Grenze nach Kolumbien zu kommen,

was unserem Anschein nach sich 2 Tage hinziehen kann. 

 

Unsere kleine unwissende Abkürzung hat es uns erspart

die Nacht bzw. unzählige zusätzlich Stunden in dem vom Militär

 verursachten Stau zu verbringen.

 

Mittlerweile wird es dunkel und es regnet in Strömen.

 

Hinzu kommt,

dass der Nebel uns komplett einhüllt sowie die Sicht raubt,

so dass wir die Gelegenheit beim ersten großen Parkplatz,

einer Panaderia mit Cafe,

als Nachtlager nutzen.

 

Mit unserem genialen Wechselkurs in der Hand 

gehen wir direkt am Abend noch in der Panaderia "SÜßES" shoppen

 und ergattern für wenig Euros so einiges ...

  

Am nächsten Morgen

machen wir uns nicht die Mühe

und gehen für 1,50 EURO lecker Frühstücken

 es ist mächtig und reicht uns bis in die späten Abendstunden.

  

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Auf Venezuelas Straßen entlang zu schweifen

ist alleine schon ein Highlight und gefällt uns auf Anhieb

aufgrund der anderen Straßengefährte.

 

Alte US-Kisten aus den 70/80igern säumen in Massen die Straßen,

da man es sich hier bei dem günstigen Treibstoff noch leisten kann,

8 Zylinder-Stärken zu füttern.

 

 

 

 

Auf und ab durch die VENEZOLANISCHEN ANDEN

 

 

Wir entscheiden uns der TRASANDINA,

der ältesten Straße Venezuela's,

die durch die ANDEN-BERGWELT führt

 zu folgen.

 

Mit dem Bau dieser Straße

bekam man in den 20iger Jahren

den ersten Zugang in die Anden-Regionen,

die somit mit dem Rest Venezuelas endlich verbunden werden konnten.

 

Die Straße schlängelt sich ca. 1270 km von der Grenze

durch sämtliche Staaten bis nach Caracas.

 

Wir folgen der alten Straße ca. 750 km bis zum Staate Lara

und benötigen einiges an Zeit.

 

Hier geht es in Schlangenlinien auf und ab 

durch die spektakuläre

sowie die immer wieder vom Nebel verhangene Anden-Bergwelt

bis auf Höhen von über 4000 Metern.

 

Und da es mittlerweile eine schnellere und neuere Verbindung gibt,

wird die Trasandina nicht mehr regelmäßig gewartet

und befindet sich somit in einem demensprechenden Zustand.

 

Jedoch bleibt sie die schönste und urgiste Verbindung

von allen.

 

 

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Wir passieren kleine landwirtschaftliche Höfe und Andenörtchen,

wo fleißig an den steilen Hängen auf den Feldern

per Hand noch geerntet wird.

 

Die Leute strecken die Köpfe und winken uns freundlich zu.

 

Überall liegt in der Luft der Duft der Lauchzwiebel.

 

Auf 2300 Metern schlagen wir kurz vor dem Dunkelwerden

unser Nachtlager auf einer kleinen Wiese

neben der wenig befahrenen engen Straße auf

 mit fantastischem Blick hinunter ins Tal.

 

Lange jedoch bleiben wir nicht unentdeckt.

 

Drei Bauern-Jungs aus dem benachbarten Ort

 überraschen uns mit einer großen frisch gepflückten Tüte Erdbeeren.

 

Zusätzlich sind sie bewaffnet mit einer Brandyflasche

an der sie uns unbedingt teilhaben lassen wollen

und "Murmeln" werden ausgepackt ...

 

Und so spielen wir nun im mittlerweile dichten Nebel

vor unserem Auto Murmel schießen,

trinken Brandy und lernen venezolanischen Slang

von den drei witzigen und herzlichen Amigos.

 

 

 

 

Am nächsten Tag folgen wir weiter

der wunderbaren Streckenführung

und landen am Mittag in der ANDENMETROPOLE MERIDA,

welche auch das "DACH VENEZUELAS" genannt wird

 und auf einer Höhe von 1600 Metern

mit angenehmen Klima liegt.

 

 In der Stadt des ewigen Frühlings müssen wir uns nun 

ernsthaft auf die Suche nach Diesel machen,

da sechs zuvor passierte Tankstellen

keinen Treibstoff für uns hatten.

 

Unser Tank neigt sich qualvoll dem Ende zu und die Aussicht auf Diesel

ist hier im Staate Merida derzeit richtig schlecht.

 

Eigentlich kaum zu glauben,

da wir uns in einem Land befinden

wo der kostbare Treibstoff wie Gold fließt.

 

Auf unserer weiteren Suche parkt ein venezolanisches Pärchen

mit einem Mitsubishi-Jeep neben uns

und ist ganz begeistert von unserem Fahrzeug

sowie von der Tatsache,

dass wir ihr Land bereisen.

 

Sie führen uns zu einer Tankstelle,

der einzigen von ca. 30 Tankstellen in Merida

die derzeit Diesel verkauft sowie versteckt in einer Gasse liegt.

 

Und so kommen wir endlich in den "vollendeten" Genuss

des TANKENS ... 

 

600 LITER DIESEL für umgerechnet 0,43 Euro. 

 

Nicht der Liter .... nein, 

die ganzen 600 Liter für nur 0,43 Euro.

 

Unsere Gesichter verziehen sich zu einem dauerhaften Grinsen

und die Ungläubigkeit mag uns nicht mehr weichen.

 

Jetzt können wir sagen

 

BIENVENIDOS EN PARAISO VENEZUELA !! 

 

 

MIT DEM VENEZOLANISCHEN PÄRCHEN AN DER TANKSTELLE

 

 

Glücklich über den endlich gefundenen Diesel sowie den Preis

fahren wir zur TELEFERICO,

der höchsten und längsten Seilbahn der Welt 

die bis auf ca. 4700 Meter hinauf auf den PICO ESPEJO führt.

 

Doch leider müssen wir erfahren,

dass sie nun schon seit über 2 Jahren wegen Renovierung,

immer noch geschlossen hat.

 

Wir fahren durch die zugepfropfte Innenstadt von Merida

und schlendern durch den MERCADO PRINCIPAL

wo es eine Leckerei nach der anderen gibt.

 

Hier kaufen wir Käse, Hartwurst, frische Champignons

 und diverse andere Sachen zu einem Preis,

der sich durch unseren guten Wechselkurs,

 nicht zu nennen lohnt.

 

Merida ist in Venezuela ein durchaus gutes Versorgungszentrum

wo sich alles finden läßt wie sogar einige Extras

die uns auf der bisherigen Reise nur selten sowie extrem teuer

begegnet sind.

 

Joghurts, Streichkäse sowie Margarine/Butter sind zu bekommen,

jedoch in extrem eingeschränkter Auswahl.

 

H-Milch wird von der Liste gestrichen,

da sie im ganzen Land nicht zu bekommen ist.

 

 ______________________

 

 

Wir verlassen nun Merida und folgen den nächsten ca. 40 km

der immer spektakulärer werdenden

sowie höher ansteigenden TRASANDINA

die durch weitere kleine und nette Andendörfchen

sowie grandioser Landschaft führt.

 

Am Morgen ist der Himmel klar

und so genießen wir von über 3000 Metern den Ausblick

 auf den höchsten Berg Venezuelas,

 dem 5007 Meter hohen PICO BOLIVAR.

 

Ab 3000 m Höhe beginnt hier der PARAMO,

die waldfreie Hochgebirgsformation der Anden.

 

 

PICO BOLIVAR - 5007 METER

 

 

Unterwegs säumen den Straßenrand

vollgestopfte kleine Lädchen

mit leckerem Honig, frischem Knoblauch

und besonders leckeren

Kokopsplätzchen.

 

 

FRISCHER KNOBI

 

 

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Wir erreichen die LAGUNA DE MUCUBAJI,

den größten von 200 Gletscherseen im Staate Merida,

gelegen auf 3500 Meter Höhe im SIERRA NEVADA NATIONALPARK.

 

Gegen eine kleine Gebühr,

 campieren wir drei Nächte im Park.

 

Die Gegend ist phantastisch

und um uns herum macht sich Hochgebirgsvegetation breit.

 

Alleine schon von unserem Stellplatz aus,

genießen wir grandiose Ausblicke auf die Lagune

und die umliegende Bergwelt.

 

Typisch für den Paramo sind die Frailejones,

die Nationalblume der Anden.

 

Ihre Hauptblütezeit von November bis Dezember,

verzaubert den Paramo mit ihrer leuchtend kräftigen gelben Blüte

in ein Sonnenmeer.

 

LAGUNA DE MUCUBSJI

 

 

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,  

Am nächsten Morgen stehen wir um 5.30 Uhr

 verschlafen und schlotternd,

 aufgrund der Kälte, vor unserem Auto

und sind überwältigt von der gigantischen Morgenstimmung und Aussicht.

 

Das Außenthermometer zeigt 0 Grad,

was eigentlich nicht unbedingt zu dem heißblütigen Venezuela passt. 

 

 

SIERRA NEVADA

 

 

Da sich ein wolkenfreier Tag ankündigt,

 rüsten wir uns für einen 8  km Fußmarsch

zu einem weiteren Gletschersee,

 der LAGUNA NEGRA

zu dem auf und ab ein steiniger Wanderweg führt

und bei dem wir bei den Steigungen auf dieser Höhe von 3500 Metern

nicht schlecht nach Luft schnappen.

 

Die Kopfschmerzen bleiben zum Glück aus,

da wir uns seit Kolumbien auf höheren Lagen befinden.

 

Die Vegetation und die Aussichten auf die Bergwelt

sind einfach grandios.

 

Paco und Mexi wandern eifrig mit,

da ihnen die Kälte hier oben mal so richtig gut tut.

 

 

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Pünktlich um 14.00 Uhr wie fast jeden Mittag

 verschluckt uns der kalte Nebel,

so daß wir einen gemütlichen Nachmittag im Auto einlegen

bis uns am Abend bei wieder freier Sicht

die Abendsonne aus dem Auto lockt.

 

 

SIERRA NEVADA NP - STELLPLATZ

 

 

Nach einer tollen Zeit im Nationalpark

fahren wir wieder ein kleines Stück retour und folgen einer,

 von Spektakularität nicht enden wollenden Straßenführung

weiter durch Venezuelas ANDEN-Bergwelt

und dazu gibt der gigantisch blaue Himmel an diesem Tag

seinen Rest.

 

Nach wenigen Kilometern

geht es über den höchsten Straßenpunkt in Venezuela,

dem - PASO DE AGUILA - mit ca. 4050 m Höhe.

 

 

AUF DEM WEG ZUM PASO DE AGUILA AUF FAST 4000 m

 

 

Oben am PASO DE AGUILA auf 4050 m

befindet sich eine kleine Kapelle

von wo aus wir eine herrliche Aussicht

auf die Anden bei klarem Wetter genießen dürfen,

was wohl selten der Fall ist.

 

Kleine Lederschmuck- und Souvenierlädchen

 sowie Essensstände 

säumen den Straßenrand.

 

 

 


Spektakuläre Ausblicke ...

 


 

 

egal wo man hinschaut.

 

 

 

 

Weiterhin folgen wir dem wunderbaren Streckenverlauf,

der direkt darauffolgenden SIERRA LA CULATA

die uns auf einer ebenso beeindruckenden Streckenführung

wieder etwas in tiefere Lagen führt.

 

Unterwegs schnappen wir bei den Bauern am Straßenrand

erneut Honig, überdimensionierte Radischen, Kartoffeln, Rosenkohl

sowie ein großes Stück geräucherten Käse

für umgerechnet "fast nichts" auf.

 

 Wir verlassen die Straße und folgen einer kleinen Nebenroute

die sich weiter durch die wunderschöne 

und einsame Gebirgslandschaft der Anden

sowie durch kleine verschlafene koloniale Anden-Dörfchen

wieder hinauf bis auf über 3500 m schlängelt.

 

 

 

 

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In dem kleinen kolonialen Andendorf JAJO 

legen wir einen Stopp ein,

fahren durch die alten engen Gassen

und parken an der Mini-Plaza.

 

Nach einem Rundgang durch das nette kleine Dorf,

wo man vor den Häusern sitzt

und uns freundlich zuwinkt,

jedoch jeden Schritt beobachtet den wir durch die Gassen gehen,

ziehen wir weiter durch Venezuelas ANDEN.  

 

 

 

 

 Kurz vor Einbruch der Dunkelheit

 finden wir auf der Strecke im mittlerweile dichten Nebel

einen geeigneten Stellplatz etwas abseits der Straße

auf einer Höhe von 3500 Metern.

 

In der Nacht hat sich der Nebel verzogen,

so dass uns nun am Morgen der Blick auf die Anden gewährt wird

die sich in ihrer strahlenden Schönheit präsentieren.

 

Hoch oben thronen wir über allem

und die Bergwelt ringsherum ist einfach nur großartig.

 

 

 

 

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Wir ziehen weiter durch die faszinierende Region,

die sich so langsam dem Ende zuneigt.


Erneut geht es im Zick-Zack, 

auf Höhen bis zu 3000 m

und wieder bergab auf ca. 1400 m

bis nach SANARE im Staate LARA.

 

 

 

 

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NATIONALPARK YACUMBU

 

In der Nähe von Sanare

liegt der kleine schöne YACAMBU NATURPARK,

der sich für einen ruhigen Übernachtungsplatz an einem Overlook

 wunderbar eignet.

 

Eine raue schmale Straße führt durch den Naturpark

der sich im Indigena Territorium befindet.

 

 

 

 

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Nun verlassen wir die Anden

und erreichen die wärmeren Tiefen

sowie die drittgrößte Stadt des Landes BARQUISIMETO,

die mit trocken heißen 33 Grad auf einer Höhe von 700 m

in einer von Kakteen gespickten Topfebene liegt.

 

Hier nutzen wir die Gelegenheit

und legen einen zweitägigen Boxenstopp in einer Werkstatt ein,

da unsere in Kolumbien reparierte Gelenkwelle

doch wohl nicht richtig repariert wurde

und schon wieder anfängt

beim Kurvenfahren laut zu knacken. 

 

Wir finden auf Empfehlung von Mercedes,

bei denen wir als erstes landen,

eine Firma für Agrar- und Landmaschinen,

die uns die Gelenkwelle wieder repariert. 

 

Und nicht nur das !!

 

Da wir in Nicaragua an einem unserer Reifen

 einen Riss feststellen mussten

 und sich bisher nach drei Anfragen

niemand bereit erklärte ihn zu reparieren, 

ist man uns nun hier behilflich und empfiehlt uns eine weitere Firma.

 

Alles wird vor Ort arrangiert,

der Reifen mit dem Gabelstapler vom Dach gehoben

 sowie von den Jungs zur Firma gebracht,

so dass wir uns um nichts kümmern müssen. 

 

Wir dürfen auf dem extrem gesicherten Gelände übernachten, 

bekommen Internet,

werden an zwei Tagen mit freiem leckeren Mittagessen verköstigt

und sitzen am späten Abend

mit dem Wachmann zusammen im Hof, 

da es zu später Stunde auf den Straßen

für uns wohl zu gefährlich ist.

 

Hinzu kommt,

dass man uns sowieso nicht vor die Tür lassen würde.

 

Strinken wir eben

mit dem Wachmann JESUS MARTIN leckeren Cafe,

 erfahren so einiges über Venezuela

und bekommen um 5.30 h am Morgen von JESUS

 frische, von ihm selbst zubereitete mächtige AREPAS

(MAISKÜCHLEIN GEFÜLLT MIT TOMATEN, RÜHREI UND KÄSE) zum Frühstück,

welche hier in Venezuela eine besondere Spezialität sind.

 

Die mächtigen Fladen versorgen uns den ganzen Tag über.

 

Olaf und ich schaffen jeder einen und sind bedient,

Jesus verdrück direkt VIER.

 

 

JESUS MARTIN BEIM ZUBEREITEN DER AREPAS

  

 

Da das Vulkanisieren des Reifens länger dauert

 sowie das Wochenende vor der Tür steht

 fahren wir an einen etwas weiter entfernten Stausee,

den man uns empfiehlt,

wo wir an der Staumauer einen netten Stellplatz finden.


Hier verbringen wir die Zeit angenehmer 

als hinter verschlossenen Werkstattmauern.

 

Und da BARQUISIMETO nicht gerade attraktiv ist,

zudem für uns nicht viel zu bieten hat

wollen wir uns dort freiwillig gar nicht länger aufhalten.

 

 

 

 

Hier am schönen Stausee sitzen wir gerne die Zeit aus

für einen wieder reparierten Reifen,

da die Aussichten auf neue/gebrauchte Reifen dieses Modells

in Südamerika richtig schlecht sind. 

 

Nach dem Wochenende geht es wieder nach Barquisimeto zur Firma

um unseren wieder reparierten Reifen zu montieren.

 

Pünktlich um 12 Uhr landet wieder eine große Plastiktüte

mit leckerem Mittagessen in unsere Auto

und wieder auf Kosten der Firma...

 

 

DIE BESORGTE UND LIEBENSWERTE CREW

  

 

Endlich verschwinden wir aus der Großstadt

und unser nächster schon lang ersehnter Anlaufpunkt

zieht uns durch das dünn besiedelte Bergland

hinauf an die Küste nach CORO

sowie in den Bundesstaat FALCON.

 

 

  

HALBINSEL PARAGUANA und MEDANOS DE CORO 

 

 

Von Coro aus erreichen wir die Sanddünen,

die MEDANOS DE CORO

gelegen am Halse der wüstenähnlichen Halbinsel PARAGUANA

im Nordwesten des Landes

 und somit die MINI-Sahara von Venezuela

die der afrikanischen Wüste nicht unähnlich ist. 

 

Paraguana selbst ist die größte Halbinsel von Venezuela

und von einer kargen Wüstenvegetation überzogen. 

 

Das kleine Wüstengebiet MEDANOS DE CORO ist wunderschön

und erstreckt sich auf eine Länge von 30 km

 sowie eine Breite von 5 km. 

 

 Tatsächlich könnte man meinen,

sich im tiefen Inneren der SAHARA zu befinden,

da die Dünen eine stolze Höhe von 25 m vorweisen. 

 

Früh am Morgen laufen wir tief hinein in das grandiose Dünengebiet

und fühlen uns ganz in unserem Element ...

 

 

DIE BAGGER SCHAUFELN DIE ZUGESANDETE LANDSTRASSE FREI

 

 

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Noch am gleichen Tag 

 ziehen wir ca. 100 km weiter entlang

 auf der HALBINSEL PARAGUANA 

und somit zum nördlichsten Punkt von Venezuela. 

 

Hier auf der Halbinsel sind mehr Wildesel und Ziegen 

 als Menschen zu Hause,

die auf der kargen, von Kakteen überzogenen Halbinsel 

vor herrlicher Kulisse grasen.

 

 

 

 

Wir passieren kleine verschlafene Fischerörtchen 

und treffen an einer Lagune auf kleine Flamingo-Kolonien, 

sowie ein Stück weiter auf einen rosa schimmernden Salzsee.

 

 

ROSA SCHIMMERNDE SALZSEEN

 

 

- HALBINSEL PARAGUANA -

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Am nördlichsten Punkt der Insel sowie von Venezuela

erreichen wir über Sandpiste das CABO SAN ROMAN 

und legen dort einen 3-tägigen Stopp an der Karibikküste ein.

 

Genießen dort schöne Tage

sowie herrliche Grill- und Lagerfeuerabende 

bei fast greifbarem Sternenhimmel. 

 

Hier gibt es nicht viel außer einem Leuchtturm, 

das beruhigende säuseln des Windes, türkisfarbenes Meer 

karge Wüstenlandschaft in ihrer eigenen Schönheit, Ziegen 

sowie der Ausblick auf die vorgelagerte Insel ARUBA,

die zu den niederländischen Antillen zählt.

 

 

PANORAMA

 

 

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Nach einer entspannten Zeit des Wildcampens am Nordkap 

gelangen wir wieder retour 

und machen einen Abstecher in den historischen 

 sowie sehenswerten und angenehmen

kolonialen Stadtteil von CORO.

 

 Hier schlendern wir durch die netten Gassen 

mit den schönen antiken restaurierten Häuschen 

sowie durch die überaus lebhafte Marktstraße. 

 

Die Menschen hier in Coro sind extrem freundlicher Natur.

 

Am Straßenrand wird eifrig getrommelt 

und überall bekommen wir auf dem Markt

in unseren Einkaufsbeutel ein kleines EXTRA.

 

Die Menschen bleiben sogar stehen

und lachen von sich aus freundlich in unsere Kameras. 

 

CORO ist ein sehr entspanntes Fleckchen !!

 

 

 

 

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Hier in der Stadt füllen wir erneut unsere Dieseltanks, 

mal wieder an der einzigsten Dieseltankstelle weit und breit auf, 

zahlen mehr Trinkgeld als uns der Diesel kostet

 und dringen noch tiefer hinein 

sowie weiter in den Osten von Venezuela.

 

 

 

 

Nach ca. 200 gut zu fahrenden Kilometern 

landen wir bei Einbruch der Dunkelheit in CHICHIRIVICHE, 

wobei wir uns unter einem Fischerdorf etwas anderes vorstellen 

 als diesen Ort. 

 

Das "DORF" ist extrem unattraktiv,

 überfüllt mit Menschen 

die die Durchfahrt zur Promenade versperren, 

da an diesem Abend entlang der Hauptverbindung in die Richtung , 

wo wir eigentlich hin wollen, 

eine Massenveranstaltung 

aufgrund irgendwelcher Wahlen stattfindet.

 

Die Menschen sind aufgedreht und mit Bierflaschen bestückt,

die Atmosphäre seltsam und hinzu kommt die Dunkelheit,

wo sowieso alles mystischer erscheint als am Tag.  

 

Wir wackeln im DUNKELN 

durch die ungepflasterten Seitenstraßen 

unter tief hängenden Stromleitungen hindurch,

sowie an brennenden Müllbergen vor den Häusern vorbei

auf der Flucht nach einem ruhigen und hoffentlich zu findenden Platz 

und gelangen am Westende der Stadt

endlich an die Ausläufer der Promenade.

 

Dort finden wir tatsächlich

ein ruhiges und nettes Schlafplätzchen am Strand, 

streicheln unser gutes GPS

und genießen den Abend zu Ende.

 

 

- Nachtlager mit Blick auf die vorgelagerten Inseln

des Morrocoy Nationalparks -

 

 

Unser eigentlicher Grund 

warum es uns hierhin verschlagen hat 

ist der

 

- MORROCOY NATIONALPARK -

 

der sich überwiegend auf die vorgelagerten

in der Karibik gelegenen Insel bezieht,

die zu den schönsten in ganz Venezuela zählen

und eben von hier und zwei weiteren daneben liegenden Orte

nur per Lancha zu erreichen sind. 

 

Am nächsten Morgen gelangen wir über die Uferpromenade 

 dann endlich zu den Anlegestationen 

von wo aus es auf die verschiedenen Inseln geht 

und stoßen auf zwei argentinische Autos.

 

Einen davon trafen wir schon in Cartagena/Kolumbien. 

 

Nach einem netten langen Schwätzchen entscheiden wir uns 

nicht von hier aus die Inseln zu besuchen, 

da wir unser Auto hier nicht unbeaufsichtigt 

an dem auf uns nicht vertrauenswürdig wirkenden Platz am Hafen 

stehen lassen wollen.

 

 

 

 

Easy Job für den Weihnachtsmann in CHICHIRIVICHE !!

 

 

 

 

Wir verlassen das unattraktive Nest Chichiriviche

und ziehen vorbei an unzähligen großen Flamingokolonien.

 

Sogar die roten Ibisse bekommen wir zu Gesicht,

die hier im Morrocoy Nationalparkgebiet leben.

 

Einige Kilometer weiter

landen wir in dem idyllischen und attraktiv im Park gelegenen

winzigen Ort Morrocoy.

 

Hier finden wir einen kleinen privaten Bootsanleger,

von wo aus wir einen Strand/Inseltrip für den nächsten Tag organisieren

und wo unser Auto den ganzen Tag über bewacht stehen kann.


Den Rest des Tages sowie die Nacht

verbringen wir etwas weiter an einer verlassenen Bootsanlegestelle 

und genießen den Abend am Holzsteg

umgeben von Mangroven 

und unbekannten unzähligen Vogelgeräuschen.

 

 

FEUERROTE IBISSE

 

 

6. Dezember 2013, 

NIKOLAUSTAG, 

9.30 Uhr,

 

wir starten unseren TAGESTRIP per Lancha zur schneeweißen 

und einsamen PLAYA NORTE im MORROCOY NATIONALPARK

wo sogar Paco und Mexi erlaubt sind. 

 

Hier am traumhaften schneeweißen Karibikstrand

verbringen wir alleine einen herrlichen Tag

mit Schnorcheln im glasklaren sowie türkisfarbenen Wasser 

und beobachten bunte Fische wie im Aquarium 

bis kurz bevor sich die Sonne senkt 

und unser Bootsmann uns wieder einsammelt 

um uns durch die Mangroven wieder nach Hause zu schippern.

 

 

 

 

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Das es schon spät ist, 

verbringen wir erneut den Abend am verlassenen Bootssteg 

und fahren am nächsten Tag 

weiter an der Küste entlang weiter in den Osten 

zu unserem nächsten Ziel 

dem HENRY PITTIER NATIONALPARK. 

 

Da jedoch heute Samstag ist, 

und dieser Nationalpark am Wochenende extrem überfüllt sein soll, 

legen wir an einem wunderschönen,

sowie am menschenleeren und von Palmen überzogen Strandabschnitt 

der auf dem Weg liegt 

einen Zwischenstopp von zwei Tagen ein.

 

In der Nacht besucht uns die VIER-MANN-STARKE Polizei

gerüstet mit Pumpgun ähnlichen Geschossen und meint,

dass es hier sehr gefährlich wäre zu stehen.

 

Sie würden in der Nacht des öfteren nach uns schauen,

aber für den Sprit

müssten wir ihnen schon etwas geben.

 

Als Olaf daraufhin meinte,

dass der Sprit hier in dem Land so gut wie "NICHTS" kostet

und sie den auch mit Sicherheit nicht aus eigener Tasche zahlen müssen

ging die energische Fragerei nach Dollar und Euro los.

 

Aber da mussten wir sie leider auf die freundliche Art enttäuschen,

so dass sie unbefriedigt wieder mit leeren Taschen

fahren mussten. 

 

 

 

 

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Das Wochenende ist vorüber 

und wir nähern uns,

nachdem wir die Großstadt MARACAY passiert haben,

nun den nebelverhangenen Bergen des HENRY PITTIER NP.

 

Über die zum Teil extrem engen Serpentinen des Nationalparks

gelangen wir von Maracay nach aufwendigen und kurvenreichen 55 km,

sowie über einen 1830 m hohen Pass zu den Dörfern

CHORONI und PUERTO COLOMBIA

sowie zum dortigen ebenso in seiner Schönheit vollendeten

und begehrten Karibikstrand

PLAYA GRANDE.

 

Große Teile der Parkstraße sind komplett eng bewachsen

mit einer außerordentlichen Artenvielfalt an Bäumen und Pflanzen

und ganz besonders mit gigantischem BAMBUS,

der am Tag die Straßenführung in ihrer Helligkeit verschlingt.

 

Teilweise führt die Straße so eng am Felsen entlang,

dass der Gegenverkehr einem zum Rückwärtsfahren

bis zur nächsten Ausweichbucht zwingt.

 

Überall rauschen kleine Wasserfälle mit kristallklarem Wasser in die Tiefen

und bilden mit dem Sandgrund herrliche kleine Badebecken.

 

Hier an den glasklaren Wasserfällen

frischen wir unsere Wasservorräte auf.

 

 

STRASSENFÜHRUNG DURCH DEN HENRY PITTIER NP

 

 

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Hinter dem kleinen Ort PUERTO COLOMBIA

gelangen wir in einer Sackgasse

 an den in einer schönen Bucht gelegenen PLAYA GRANDE,

umgeben von der hügeligen, üppigen tropischen

sowie wunderschönen Vegetation Venezuelas

die jedoch bei unserer Ankunft

vom mystischen Nebel allmählich eingehüllt wird.

 

 

HENRY PITTIER NATIONALPAR

 

 

Die Nacht verbringen wir gegen ein kleines Endgeld

auf dem Parkplatzgelände am PLAYA GRANDE.

 

Ein herrlicher Tag kündigt sich an

und so genießen wir schon in den frühen Morgenstunden

 ein Frühstück am Strand

sowie einen ausgiebigen Strandtag

am vollendet schönen

sowie im Naturpark gelegenen Karibikstrand.

 

 

FRÜHSTÜCK AM STRAND

 

 

- IMPRESSIONS FROM PLAYA GRANDE -


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Wir folgen der Sackgasse 

wieder retour nach PUERTO COLOMBIA,

welches ein angenehmes

sowie kleines buntes und quirliges Fischerdörfchen ist

und genießen hier einen weiterem angenehmen Aufenthalt.

 

 

 

  

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Vom KARIBIKSTRAND in den SCHWARZWALD

 

 

Wir winden uns die anstrengende Straße wieder zurück nach Maracay

und begeben uns auf das nächste Straßen-Abenteuer,

tief hinein sowie richtig steil hinauf in die Bergwelt nach COLONIA TOVAR,

welches 100 Jahre im Dornröschenschlaf lag.

 

Die Straße ist überwiegend so steil,

daß wir gezwungen sind in der Untersetzung zu fahren

um nicht rückwärts zu rollen.

 

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In der Kordillere,

welche die fruchtbaren Böden der Täler von Aragua

vom Karibischen Meer trennt,

liegt ein kleines Dorf,

das in Venezuela einzigartig ist.

 

Häuser im Stil des europäischen Mittelalters,

Holzschilder mit gotischen Lettern,

blonde Menschen die an Obstständen

und in kleinen Tante Emma Läden bedienen.

 

Würde sich jemand an diesen Ort verirren,

würde er wohl kaum vermuten,

dass er sich noch auf venezolanischem Staatsgebiet befindet.

 

Die Geschichte einer deutschen Kolonie in Venezuela:

 

1843 siedelten sich hier

358 Bürger aus dem Gebiet KAISERSTUHL in BADEN an

um ein Experiment zu starten. 

 

Aber das Experiment,

Venezuela mit deutschen Kolonisten wieder zu bevölkern,

endete fast im Debakel.

 

Das Dorf hatte eine sehr schwere Anfangszeit

und eine Entwicklung voller Hindernisse.

 

Die Höhe von 1800 Metern über dem Meeresspiegel mit Gipfeln,

die 2200 Meter erreichen, sorgte dafür, dass die gerade einmal 60 Kilometer,

die das Dorf von der Hauptstadt der Republik trennen,

viele Jahre lang eine fast unüberwindbare Entfernung darstellten.

 

Die Zugangswege zur Kolonie,

die noch heute selbst für ein modernes Fahrzeug nicht einfach sind,

waren vor anderthalb Jahrhunderten

mit dem Wagen oder zu Pferd fast unpassierbar,

was dazu führte,

dass die Menschen in Tovar fast 100 Jahre

in völliger Abgeschiedenheit sowie isoliert lebten

und in Venezuela so gut wie niemand von deren Existenz wusste.

 

Somit blieben die DEUTSCHEN unter sich,

da u. a. Mischehen strengsten verboten waren,

sprachen bis in die frühen 60iger Jahre kein spanisch

bis der venezolanische Staat Schulen in Tovar errichten ließ

und diesen Ort endlich zugänglich machte,

der mittlerweile zu den reichsten Städten des Landes zählt.

 

Auch heute sind die Straßen nach Colonia Tovar noch immer

„kurvig und wenig vertrauenswürdig”,

jedoch die Aussichten auf die Bergwelt atemberaubend und spektakulär.

 

Selbst Colonia Tovar ist an steilen Hängen gebaut,

so dass man beim Rundgang durch den Ort auf dieser Höhe

gut in Wallung kommt.

 

Die Venezolaner lieben diesen herausgeputzten,

doch so "ANDEREN EXOTISCHEN" Ort in ihrem Land mit seinem deftigen Essen

sowie den blonden großen Menschen.

 

Und so wird das abgelegene Tovar

 an Wochenenden vom einheimischen Massentourismus überfallen,

von dem es mittlerweile ausschließlich lebt.

 

Selbst für uns wird dieses gemütliche,

vorweihnachtlich geschmückte Schwarzwaldörtchen

zum absoluten exotischen sowie kulinarischen Highlight.

 

Schweinshaxe mit Sauerkraut und Tovar Bier,

dem ersten deutschen,

hier in Venezuela gebrauten BIER.

 

Bäckereien mit knatschendem alten Holzfußböden

und trotz des Mehlmangels im ganze Land

gut gefüllten Regalen mit Sauerteig- und Vollkornbrot.

 

Konditoreien mit Torten zum Schwachwerden, 

Schwarzwälder Kirschtorte, Rhabarberkuchen, Bienenstich und Co..


Metzgereien im 1:1 deutschen Stil, 

sowie das was hinter der Glasscheibe liegt.

 

Es gibt sogar einen historischen Kirchplatz,

gemütliche Schwarzwaldkneipen mit Herzchen im Stuhl

sowie urige und gemütliche Biergärten und Cafes

 die deutsche Namen wie "Cafe Muhstall" tragen.

 

So komisch es klingen mag,

jedoch nach 3 1/2 Jahren auf diesem Kontinent

ist es schon ein kleines Highlight für uns

und natürlich ganz besonders im kulinarischen Bereich.

 

In einem Restaurant

bekommen wir unsere letzten Euros

zu einem super Kurs in "venezolanische Inflationslappen",

wie der Wirt aus Frankfurt/Hessen sich so herrlich ausdrückt,

getauscht,

so dass es auch hier Aufgrund des guten Wechselkurses

so richtig billig für uns ist.

 

Für zwei Tage sind wir nicht wirklich 

in VENEZUELA unterwegs ...

 

Selbst die touristischen Venezolaner

beäugeln uns mit großen Augen

und meinen bestimmt

wir gehören zum deutschen Colonia Tovar-Inventar,

da wir mehrere Male die auf uns gerichteten

 Kameras bemerken.

 

 

TOVARS BERGWELT VON DER ABENDSONNE ANGESTRAHLT
COLONIA TOVAR

 

 

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Am 14.12.2013 verlassen wir COLONIA TOVAR,

sowie die Bergregion, steuern auf CARACAS zu

und werden bald schon von unserer nächsten Etappe

durch Venezuela berichten ...

  

 

FORTSETZUNG VENEZUELA II