Kolumbien I auf einer größeren Karte anzeigen

 

 

- K O L U M B I E N -

 

TEIL I

 

23.08. - 23.09.2013

 

 

- CARTAGENA - VOLCAN DE LODO EL TOTUMO -

HALBINSEL GUAJIRA - CAPO DE LA VELA -

 

 

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Am FLUGHAFEN von CARTAGENA

 

 

Am 23.08.2013 steigen wir,

nach einem zirka einstündigen Flug aus der Coba-Airline Maschine

und betreten zum ersten Mal in unserem Leben

südamerikanischen FESTLANDBODEN.

 

Wir bekommen 90 Tage Aufenthalt in den Pass gestempelt,

unser Gepäck wird kurz durchleuchtet

und schon sind wir fertig.

 

Das hätten wir schon Mal geschafft,

 jedoch kommt jetzt wohl der langwierige Teil.

 

Nach dem dritten Mal durchfragen erfahren wir über Umwege,

wo unsere Hunde sind.

 

Wir verlassen das Flughafengebäude

und die Hitze sowie die hohe Luftfeuchtigkeit in Cartagena

erschlägt uns fast.

 

Nun müssen die Hunde aus dem CARGO geholt werden,

was uns geschlagene fünf Stunden kostet,

jedoch der normale Ablauf hier in Kolumbien ist.

 

Olaf donnert mit dem Taxi durch die Stadt,

muss sämtliche Unterschriften an verschiedenen Stationen leisten

und sogar einen Antrag auf Spanisch

 zur Auslieferung der Hunde stellen.

 

Kompliziert und umständlich ist hierfür

milde ausgedrückt !!

 

Ich sitze in der Zeit im Cargo,

einem kleinen Office am Flughafen,

wo sich Pakete stapeln und mittendrin unsere Hunde

bei brütender Hitze stehen

und jammern.

 

Auf mehrmaliges Nachfragen,

ob ich die Hunde aus den Boxen holen kann,

gestattet man es mir endlich,

jedoch darf ich keinen Schritt vor die Türe setzen,

da die Auslieferungspapiere erst vorhanden sein müssen.

 

Aber man begnügt sich auch mit kleineren Gesten

und die Leute hier sind überaus freundlich und bemüht

und versorgen mich mit leckerem zuckersüßen kolumbianischen Cafe

und die Hunde mit Wasser !!

 

Nach fünf Stunden ist Olaf mit den Papieren zurück,

kopfschüttelnd aufgrund des Procedere

und durchgeschwitzt.

 

Wir organisieren uns ein Pick-Up-Taxi,

welches uns natürlich mit "GRINGO/HUNDE -ZUSCHLAG",

in unser Hotel im Kolonial-Stil direkt am Meer bringt 

und hauen uns nach einem leckeren Abendessen,

auf unserer heutigen auf den Tag genau,

 3-jährigen Amerikareise

völlig kaputt in die Federn.

 

 

-Das erste leckere Frühstück in Kolumbien,

wenn auch noch völlig verpennt - 

THE FIRST BREAKFAST IN COLOMBIA

 

 

Vor unserem Hotel

ziehen jeden Morgen die Fischer ihre großen Netze ein

und unter Marktschreierei

werden sie auf der Strandmauer verkauft.

 

 

 

Nach einigen Stunden Schlaf

und einem leckeren Frühstück in unserem kleinen Patio,

ist unsere Energie fast wieder aufgeladen,

jedoch ist heute kein guter Tag.

 

Ich sitze noch am Frühstückstisch

als mir plötzlich die Kaffeetasse aus der Hand fällt,

erschrocken von einem einzigen Donnerschlag und Krachen eines Blitzes,

so wie ich es noch nie in meinem Leben gehört habe.

 

In den letzten Monaten

 erlebten wir des öfteren karibische Gewitter,

jedoch dieser einzige Knall an diesem Tag

übertrifft alles bisherige.

 

Schreie sind auf der Straße zu hören und hupen

sowie Krankenwagensirenen.

 

Olaf kommt vom frischen Cafe holen aufgeregt zurück ins Zimmer!!

 

"So einen Blitz habe ich noch nie gesehen,

der Schlug direkt gegenüber unseres Hotels

in den Strand ein".

 

Dabei wurden an diesem Morgen

zwei junge Männer von dem einzigen Blitz am Strand 

direkt vor unserem Hotel sofort getötet

und zwei weitere schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

 

Auf der Straße ist regelrechtes Chaos,

die Menschen schreien und weinen.

 

Knapp eine Stunde vorher,

waren wir an diesem Morgen mit den Hunden selbst am Strand!! 

 

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Das Wochenende steht nun vor der Tür

und wir können nicht viel tun,

da unser LKW erst am Montag mit dem Schiff

wohl ankommen soll

und die Erledigungen mit Hafen und Zoll

dann erst erledigt werden können.

 

So schlendern wir stundenlang

durch schlichtweg schöne Gassen der kolonialen Altstadt

  

 

- C A R T A G E N A   D E   I N D I A S -,

 

 

welche von alten Stadtmauern umgeben ist

und auf uns einen unwiderstehlichen Charme versprüht. 

 

Durch ein kleines Tor betritt man die Altstadt

und schon steht man auf der Plaza de la Cotches

 

Hier erwarten uns historische Plätze und enge Gassen,

über die kunstvoll geschnitzte mit Holz verzierte Balkone hängen.

 

Straßenhändler und Künstler

breiten ihre Waren auf dem Boden der Gehwege aus,

so dass es richtig Laune macht

hier durchzuschlendern.

 

Den Sonnenuntergang in der Karibik 

genießen wir mit einem leckeren "Pina Colada"

gemütlich in einer Bar auf der historischen Stadtmauer

die sich fast 7 km um die Stadt zieht

und hoffen insgeheim,

dass unser LKW gut in Kolumbien ankommt.

 

 

CARTAGENA DE INDIAS
CARTAGENA DE INDIAS - PLAZA DE LA COTCHES

 

 

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Ein leckerer "SUNDOWNER" auf der historischen Stadtmauer.

 

 

AUF SÜDAMERIKA !!

 

 

Tolle Stimmung am Abend in den gelb beleuchteten Gassen,

die sich, je später der Abend wird

immer mehr mit Leben füllen.

 

 

PLACA DE LA COCHES

 

 

MONTAGMORGEN - DAS CHAOS NIMMT SEINEN LAUF

 

 

Wir warten auf den Startschuss von unserer Agentin Tea

die für uns in Panama zuständig war,

wann Olaf losgehen kann um den Papierkrieg,

um Maggie aus dem Hafen zu holen,

zu erledigen.

 

Dieses Mal haben wir keinen Agenten,

jedoch eine ausführliche MUST-TO-DO-LISTE von Tea bekommen,

wie und wo was zu erledigen ist.

 

9.00 Uhr,

die erste Mail kommt und lässt sich gar nicht gut lesen.

 

"Gerade eben kam eine Mail von der Reederei in Panama,

dass die das Auto nicht verschifft haben

da die es nicht anschalten konnten . . . "

 
Olaf macht sich mit dem Motorrad-Taxi auf zur Reederei
um von dort aus das Problem zu klären bzw. 
einen Conference-Call mit Panama zu führen,
um erneut die Instruktionen durchzugeben wie das Auto zu starten ist,
bzw. überhaupt den eigentlichen Grund zu erfahren,
wo das Problem liegt.
 
Jedoch in Panama scheint man mehr oder weniger 
nicht kommunikativ zu sein sowie zudem nicht in der Lage,
uns das eigentliche Problem zu schildern,
warum das Auto nicht zu starten ist.
 
Ein Telefonat kommt nicht zustande
und selbst der Hafen in Cartagena
bekommt immer wieder nur per Mail die Aussage,
"AUTO GEHT NICHT".
 
Schon bei Abgabe des Autos am Hafen in Colon/Panama
wurde genau erklärt,
wie man den LKW zum laufen bringt 
und zusätzlich wurde sogar noch eine ausführliche Instruktion
auf Spanisch und Englisch an die Windschutzscheibe geklebt,
welche u. a. zusätzlich das Bremsproblem beschrieb.
 
Unser Schiff ging am Freitag und erst heute am Montag,
gibt man uns bescheid,
dass unser Auto nicht auf dem Schiff ist.
 
Drei zusätzliche Tage zackern wir per Mail
mit der Reederei in Panama rum,
sitzen tagsüber im Hotel und können nicht viel tun
da wir keine Aussage bekommen,
wo das wirklich Problem liegt.
 
Nach drei Tagen sehen wir keinen anderen Ausweg mehr
und ergreifen Eigeninitiative,
da der nächste Verschiffungstermin bei nicht lösen des Problems,
wieder nicht eingehalten werden kann.
 
Reisefreunde von uns,
Lothar & Martina sind noch in Panama City
und bieten sich an, 
auf ihrem Weg in Richtung Colon an den Hafen zu fahren
um nach dem Problem zu schauen.
 
Nach einigen Stunden bekommen wir von Lothar
eine positive Nachricht ...
 
Maggie springt an,
jedoch lag es nicht an den nicht befolgten
notierten Anweisungen.
 
Es hat sich eine Schraube an der Masseverbindung gelöst
und somit kam kein Kontakt zustande!?!?!?!?
 
Ein Problem,
welches so noch nicht vorkam
bzw. beim abstellen des LKWs am Hafen
wurde das Auto von Olaf x-Mal gestartet
um einen Hafenarbeiter einzuweisen.
 
Zudem meinte Lothar,
das eine Macke am Frontbügel wäre.
 
Die ist NEU !!
 
Auf jeden Fall läuft Maggie wieder
und zudem war es das schönste Geburtstagsgeschenk,
was uns Lothar & Martina am heutigen Geburtstag von Olaf
überhaupt machen konnten. 
 
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Nun warten wir auf den nächsten Montag
um Maggie dann hoffentlich in Empfang zu nehmen,
genießen weiterhin die angenehme Klimaanlage im Hotel
und verbringen somit noch ein paar Tage länger in CARTAGENA,
was sich durchaus lohnt,
da die Stadt einiges zu BIETEN hat und es uns somit
nicht langweilig wird.
 
Am Abend feiern wir mit großer Erleichterung,
gemütlich und entspannt Olafs Geburtstag !!
 
" HAPPY BIRTHDAY ".
 
 
HAPPY BIRTHDAY !!

 

 

Die nächsten Tage schlendern wir erneut

durch die Gassen von ALT-CARTAGENA

und unternehmen einen Ausflug mit dem Taxi

zum CASTILLO DE SAN FELIPE ...

 

 

CASTILLO DE SAN FELIPE

 

 

sowie auf den Hügel CERRO DE LA POPA,

dem ältesten Mönchskloster des Landes,

von wo man eine atemberaubende Sicht auf gesamt CARTAGENA

genießen kann.

 

 

CERRO DE LA POPA
KLOSTERINNENHOF

 

 

Und da wir Cartagenas alten Charme

nicht widerstehen können

und keine Lust haben die Abende im Hotel zu verbringen, 

genießen wir die kulinarischen Angebote

sowie die lauen Abende in den Straßenbars

des CENTRO HISTORICOS

und versuchen die uns aufgebrummte Zeit des WARTENS,

 so angenehm wie möglich zu gestalten.

 

 

 

 

An einem Abend erleben wir in der Altstadt

 eine herrliche temperamentvolle FIESTA

an der PLAZA DE ADUANE.

 

 

 

 

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Nachdem wir nun CARTAGENA förmlich durchwühlt haben,

können wir endlich am 05.09.2013 

mit zwei Tagen Verspätung (da kein Anlegeplatz zur Verfügung stand)

unseren LKW aus dem Hafen holen.

 

Was für ein Gefühl:-))))

 

 

HAFEN IN CARTAGENA - IM HINTERGRUND UNSER FRACHTSCHIFF

 

 

Jedoch wurde wohl beim Beladen des Autos in Panama

 die Anweisung der nicht funktionierenden hinteren Bremsen

 NICHT weitergegeben,

bzw. unser Infozettel lag zerknüllt im Fahrerraum,

so dass derjenige der unser Auto auf das Flatrag fuhr

 ohne Informationen dastand und Maggie irgendwo gegen die Wand setzte,

so dass nun der Frontbügel verbogen sowie eingerissen ist

und somit ein öffnen der Motorhaube nicht mehr möglich ist.

 

So hat man es uns vermittelt.

 

Jedoch stellt sich nun im Nachhinein

etwas ganz anderes heraus !!

 

Nachdem wir nun einige Tage später

 in aller Ruhe die Bilder von Maggie betrachten,

die uns vom panamaischen Hafen zugeschickt wurden,

in der Zeit als Maggie nicht funktionierte,

können wir erkennen,

dass der Schaden am Frontbügel schon vorhanden war,

bevor das Auto vom Hafenpersonal auf das Flatrag

zum Verschiffen gefahren wurde.

 

Da das Auto zu diesem Zeitpunkt nicht funktionierte

laut der Reederei,

konnte der Schaden nicht aufgrund

unserer funktionslosen Bremsen entstanden sein.

 

Demnach ist jemand im Hafengelände mit voller Wucht

auf das stehende Auto gegen den Frontbügel gedonnert,

 so dass sich somit u. a. endgültig die Schraube an der Masseverbindung,

die wohl schon locker war aber noch Verbindung hatte,

 gelöst hat.

 

Somit sprang das Auto nicht mehr an

und konnte nicht termingerecht verschifft werden,

was uns einen verlängerten Aufenthalt in Cartagena verschafft hat,

viel Ärger und dementsprechend hohe Hotelkosten

sowie natürlich nachher der Umstand

der Reparatur und Gutachtenbesorgung/Rechnung für Seabord-Marine

mit weiterem Zeitaufwand.

 

Da der Schaden von uns

noch im Hafengelände festgestellt werden konnte,

lassen wir nun in einer Werkstatt 

zwei verlangte Kostenvoranschläge erstellen

sowie die Reparatur durchführen,

reichen dies plus die Hotelkosten bei Seabord-Marine in den USA/Miami ein

und warten ab, was dabei rauskommt. 

 

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Bevor wir nun aus Cartagena verschwinden,

lassen wir noch die Bremsen und die Gelenkwelle reparieren,

da sich hier auf Anhieb direkt eine Firma finden lässt,

im Gegensatz zu Panama.

 

Für die Zeit der Frontbügelreparatur

müssen wir zum Glück nicht vor Ort an der Werkstatt sein,

da aus zwei versprochenen Reparaturtagen,

vier werden.

 

Somit verbringen wir die Tage und Nächte

auf der Halbinsel BOCA GRANDE

auf einem freien Stellplatz am Strand

mit Blick auf die Altstadt von Cartagena

sowie auf die um ums herumliegenden Hotelhochburgen

und machen es tagsüber den Pauschaltouristen gleich,

bevor wir schwitzend in unserem Auto

vor der Werkstatt warten müssen.

 

Wir mieten uns einen Sonnenschirm, Tisch und zwei Stühle

und lassen uns mit leckeren Früchtetellern von "MAMA AFRIKA" verwöhnen

und an den Abenden landen wir in den gemütlichen

 Palaparestaurants am Strand,

verdrücken die guten Grillspieße von dem mobilen Strandgrillern

und lernen argentinische Vagabunden kennen.

 

Ein guter Platz um die Schraubertage hier in Cartagena

angenehm zu verbringen.

 

 

BOCA GRANDE

 

 

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GEMÜTLICHE PALAPARESTAURANTS

 

 

Drei Mal schlängeln wir uns

durch den dichten und hupenden Verkehr zur Werkstatt,

die selbst am anderen Ende von Cartagena liegt.

 

Hier pulsiert außerhalb des Centro Historicos

das wahre Cartagena !!

 

 

REAL CARTAGENA

 

 

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Nach vier Tagen

der reparierte Frontbügel.

 

 

 

 

Trotz allen Umständen mit der Verschiffung

sowie dem ungewollten verlängerten Aufenthalt

verbrachten wir eine durchaus schöne Zeit in Cartagena.

 

Nun ist alles erledigt und wir sind endlich wieder

"ON THE ROAD".

 

Unser erstes Ziel ist die

 

 

 - H A L B I N S E L   G U A J I R A -

 

 

ein wüsten artiges Gebiet im Nordosten

der kolumbianischen Karibikküste.

 

Dort liegt das CAPO DE LA VELA sowie weitere Kilometer entfernt

der nördlichste Punkt Südamerikas.

 

Die Halbinsel Guajira

wird von den Wayuu-Indianern bewohnt

und grenzt an Venezuela.

 

Fast 400 km geht es nun an der Küste entlang,

vorbei an der Sierra Nevada bis zum Anfang der Halbinsel.

 

Auf dem Weg in den Norden,

bietet sich die Gelegenheit im Inneren des VOLCAN DE LODO EL TOTUMO

ein Massageschlammbad zu nehmen.

 

Was für ein schmieriges Vergnügen ... !!

 

 

VOLCAN DE LODO EL TOTUMO

 

 

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Auf der Strecke zur Halbinsel

verbringen wir noch eine Nacht abseits der Straße,

da doch einige Kilometer zu fahren sind

bevor wir WAYUU-Land betreten.

 

 

- Auf dem Weg an der Küste entlang zur Halbinsel Guajira -

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Die WAYUU-Indianer leben von Ziegenherden,

Wanderfeldbau und der Salzgewinnung

sowie die Schmuggelwirtschaft trägt zum Lebensunterhalt bei.

 

Sie wohnen in den typischen Rancherias auf dem Lande

und leben nach wie vor nach den Regeln

ihrer eigenständigen Kultur. 

 

In ihrer Physiognomie wie auch in der Kleidung gibt es Ähnlichkeiten

mit anderen Wüstenvölkern,

so dass ein Hauch Arabiens durch das Land weht.

 

Die Abgelegenheit und Dürre der HALBINSEL GUAJIRA

macht das Land für uns einzigartig.

 

Wir legen einen 4-tägigen Stopp 

in einer Fischercommunity der Wayuu-Indianer

 am Karibikstrand von MAYAPO ein

und lassen endlich wieder die Seele baumeln,

so dass schnell die unangenehmen Geschehnisse der letzten Tage

vergessen sind.

 

Zwischen freilaufenden Ziegen, tieffliegenden Pelikanen, Eseln,

bunten Holz- und Lehmhütten sowie Wayuu-Fischern,

genießen wir den ruhigen sowie kostenfreien Platz

direkt an der türkisfarbenen Karibik.

 

Die Wayuu-Indianer,

die traditionell die Halbinsel Guajira bewohnen,

sind ein extrem freundliches Völkchen.

 

Die warmen Nächte verbringen wir im FREIEN

in der Hängematte unter der Palapa.

 

 

MAYAPO
FISHERMAN

 

 

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Beatrixe pfeift mich an einem Morgen,

durch einen kleinen Spalt in ihrer einfachen Behausung,

direkt hinein in die Küche und zeigt mir,

wie sie ihre leckeren Empanadas mit Fischfüllung zubereitet.

 

Im Gesicht trägt sie eine braune Masse

die zum Schutz vor der starken Sonneneinstrahlung dient

und sie kichert,

als sie meinen etwas fraglichen Ausdruck

im Gesicht bemerkt.

 

 

 

 

Fatima, die gemeinsam mit ihrem Bruder

ein winziges sowie einfaches Fischrestaurant

am Strand betreibt

 lädt uns jeden Tag zum leckeren süßen kolumbianischen Cafe ein,

den wir traditionell auf WAYUU-ART,

aus einer kleinen harten Fruchtschale trinken.

 

 

 

 

An den Nachmittagen kommen die WAYUU'S uns gerne

unter der Palapa besuchen

und fragen immer ganz vorsichtig,

ob sie denn nochmal in das Buch schauen dürfen,

wo die vielen BILDER aus Europa

sowie vom Rest der Welt

zu sehen sind.

 

Ganz stolz bringen sie uns ein paar Worte

der WAYUU Sprache bei.

 

 

 

 

Eigentlich könnten wir hier noch mehr Zeit verbummeln,

da es bei den Wayuu's einfach entspannt und gemütlich zugeht

und das Plätzchen wunderschön ist.

 

Doch der weitere ursprüngliche Norden der Halbinsel ruft.

 

Wir setzten unsere Fahrt auf immer fieser werdender,

rauen sowie vom Regen der letzten Nacht durchweichten Lehmpiste fort

die einiges an Zeit in Anspruch nimmt.

 

Vorbei an kleinen,

im Busch verstreuten Lehmhütten der Wayuu-Indianer

geht es hinauf nach MANAURE, einem Küstenort,

der schon bessere Zeiten gesehen hat.

 

 

 

 

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Nach einigen Stunden erreichen wir endlich Manaure

und fahren langsam durch die Straßen.

 

Wir legen einen Stopp ein,

als uns eine Wayuu - Familie zu sich auf das Grundstück winkt.

 

Auf dem staubigen Lehmhof sitzt die Mama

 inmitten spielender Kinder und gackernder Hühner,

unter einem Palmdach am Webstuhl

und webt mit flinken Fingern

eine wunderschönen Hängematte zurecht.

 

Die Wayuus sind bekannt für ihre Häkel- und Webkunst,

sowie ganz besonders für ihre MOCHILAS (Taschen),

die in feinster Häckeltechnik und großem Zeitaufwand hergestellt werden.

 

Jede dieser Taschen stellt ein Unikat dar.

 

So wie wir unsere Begeisterung für die Handarbeit zeigen,

zeigen die Kinder ihre große Begeisterung

für unsere Kamera ...

 

Hier in MANAURE ergattern wir noch Frischwasser

vom Versorgungstruck,

da es hier kein Wasser aus der Leitung gibt

und ziehen auf fester Lehmpiste hinauf,

an der Carbon-Eisenbahn entlang zum CABO DE LA VELA. 

 

 

 

 

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KASHUROP am CAPO DE LA VELA

 

Noch einmal rumpeln wir über eine kleine und raue Piste

und erreichen am späten Abend

das Örtchen KASHUROP an der Karibik,

wo wir am Strand in einer WAYUU-Siedlung

unser Nachtlager aufschlagen. 

 

 

 

 

Stellplatz am Strand 

in einer kleinen Wayuu-Siedlung !!

 

 

AUSBLICK AUF DEN PILON DE AZUCAR
WAYUU-MÄDCHEN
WAYUU-FRAUEN AUF DEM WEG INS DORF
SEA STAR IN XXL

 

 

Am nächsten Morgen ziehen wir auf steiniger und sandiger Piste

stolze ca. 2 Kilometer weiter zum Strand OJO DE AGUA,

der traumhaft gelegen

sowie versteckt am Capo de la Vela liegt.

 

Hier verbringen wir den Tag am wunderschönen Strand

mit BADEN im glasklaren Wasser,

am Abend eine grandiose Sonnenuntergangs-Stimmung

sowie die Nacht auf dem erhöhten Parkplatz

in absoluter Stille und Einsamkeit.

 

 

CAPO DE LA VELA - OJO DE AGUA

 

 

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CAPO DE LA VELA - OJO DE AGUA

 

 

Am nächsten Tag folgen wir einer weiteren Piste

zum unweit entfernten,

im wüstenartigen Gebiet liegenden PILON DE AZUCAR.

 

Auch hier wäre -SCHÖN- maßlos untertrieben.

 

Hier geht die trockene Wüste in das türkis-blaue Meer über.

 

Das Wüstengebiet ist gigantisch und der Küstenabschnitt

einfach "traumhaft" schön,

so dass wir erneut einen Badestopp einlegen

was sich einfach nicht vermeiden lässt

sowie auch hier die Nacht alleine mit wildcampen verbringen.

 

Auf unserem Weg dorthin nehmen wir zwei Wayuu-Mädchen mit,

die am Pilon de Azucar an die wenigen inländischen Touristen

ihre wunderschönen Handarbeiten verkaufen möchten. 

 

Von dem älterem Mädchen ersteigere ich meine

MOCHILA-Unikat-Tasche

um genau zu sagen,

zwei Taschen :-)

 

 

AUF DER FAHRT ZUM PILON DE AZUCAR

 

 

Die kleinere der Beiden

hat nach einigen Bemühungen kein Glück

ihre Armbändchen zu verkaufen.

 

Geknickt kommt sie zu uns an das Auto

und kann sich von den Bildern auf unserer Kamera

und von der Faszination fotografiert zu werden 

sowie dem Inneren von Maggie

nicht mehr losreisen.

 

Sie deponiert ihre Souveniertasche in unserem Auto

und zieht es für heute vor,

mit uns im Wasser zu tollen sowie Picknick

am Strand zu machen.

 

Nach einer herzlichen Umarmung

trottet sie am Abend durch die Wüste

alleine nach Hause.

 

 

CAPO DE LA VELA - PILON DE AZUCAR
TRAUMHAFTER KÜSTENABSCHNITT
STELLPLATZ AM PILON DE AZUCAR

 

 

Wir besteigen den PILON DE AZUCAR

und genießen einen traumhaften Ausblick

über die malerische Bucht.

 

 

AUSBLICK VOM PILON DE AZUCAR

 

 

Der Sonnenuntergang

verbreitet eine gigantische Abendstimmung.

am magischen CAPO DE LA VELA.

 

 

 

 

Am nächsten Tag ziehen wir weiter auf sandiger Piste hinein

in das dahinterliegende Wüstengebiet

am Cabo de la Vela.

 

 

WÜSTENARTIGES GEBIET AM CAPO DE LA VELA

 

 

Nachdem wir das faszinierende Gebiet am CABO verlassen,

zieht es uns noch weiter auf schlechter werdender

sowie unbeschilderter Piste

hinauf in den Norden.

 

Es geht durch heißes vertrocknetes Gebiet

in dem verstreut die Wayuu-Indianer 

in ihren spärlichen Behausungen leben

ohne jegliche Infrastruktur.

 

Alle paar Meter stehen wir,

von den Wayuus eigens errichteten Straßensperren,

die gegen einen kleinen Obolus zu passieren sind.

 

Kleine Kinder wie auch alte,

vom Wetter stark gegerbte Gesichter

schauen uns mit großen Augen an

in der Hoffnung auf ein paar wenige Pesos.

 

 

KINDER ERRICHTEN STRASSENSPERREN
AUF DEM WEG IN DEN NORDEN

 

 

Jedoch machen wir nach einigen Kilometern wieder kehrt,

da wir nicht schnell vorankommen 

und die Temperaturen über die 40 Grad Grenze steigen,

die unbeschilderte Piste gemeiner wird

und nur noch aus zum Teil spurenloser Sand-, Geröll-

und Salzpiste besteht.

 

Am Nachmittag sehen wir,

wie sich am Horizont dicke Regenwolken zusammenbrauen.

 

Dies ist unsere größte Befürchtung,

dass der Regen kommt,

da er uns die Fahrt auf der Piste,

die laut der Einheimischen noch ca. 8-9 Stunden

bis an den nördlichsten Punkt Südamerikas dauert,

nicht einfacher macht.

 

Wird die Piste besser, bleibt sie so,

wird sie schlechter, wann kommt der Regen

und was erwartet uns am nördlichsten Punkt Südamerikas?

 

Lohnt sich der mühevolle Weg?

 

Da es uns an genaueren Informationen fehlt

akzeptieren wir unsere Entscheidung

und drehen um.

 

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Wir verlassen die Halbinsel

und verbringen die Nacht auf einem höher gelegenen Parkplatz

nahe einer Finca

sowie der hier verlaufenden und streng bewachten

Carbon-Eisenbahnlinie.

 

Es ist schon dunkel, das Abendessen in der Mache

als plötzlich ein Wagen an das eigentlich von der Straße

nicht einzusehende Plätzchen kommt.

 

Ein Security der Eisenbahnlinie kommt vorsichtig,

mit dem Schein einer Taschenlampe auf uns zu und meint,

dass es hier zu gefährlich wäre.

 

Guerillas wären hier vermehrt unterwegs

und wir könnten hier,

nahe der Eisenbahnlinie die Nacht nicht verbringen. 

 

Da uns jedoch für diese Nacht nichts besseres einfällt,

geben wir ihm zu verstehen, dass wir gerne bleiben möchten.

 

Nachdem wir ein paar nette Worte wechseln 

ist auch er einsichtig und meint,

alles kein Problem,

er würde in der Nacht noch einmal nach uns sehen,

was er auch wirklich tat.

 

Der Besitzer der Finca kommt am späteren Abend

mit dem Auto an uns vorbei,

winkt freundlich und meint

das es gar kein Problem ist hier zu stehen

und auch sicher wäre.

 

In der Nacht setzt tatsächlich

der von uns befürchtete starke Regen ein...

 

Am nächsten Morgen steht erneut die Security vor dem Auto,

verstärkt mit vier (anderen) Personen.

 

Neugierige Fragen prasseln auf uns ein

und unsere Namen werden notiert.

 

Erneut stellen wir die Frage nach den hier wohl aktiven Guerillas,

jedoch wird uns von den Securitys bestätigt,

dass es mittlerweile ruhig ist

und es keine Vorkommnisse mehr gibt.

 

Wir ziehen weiter in den Süden 

und der Gedanke lässt uns nicht los,

dass die Securitys in uns eine Gefahr sahen... 

 

 

Fortsetzung Kolumbien Teil II