Guyana auf einer größeren Karte anzeigen

   

GUYANA 

 

12.02. - 17.03.2014

 

 

Nach vier Tagen liegt Brasilien vorerst hinter uns

und wir überqueren die Grenze nach Guyana.

 

Hier gelangen wir

in einen völlig anderen Teil Südamerikas...

 

Das kleine ursprüngliche Land im Nordosten Südamerikas

war einst britische Kolonie

und ist von ca. 85 % Amazonas Regenwald,

in dem es weite und unberührte Regionen gibt, bedeckt.

 

Hier offenbart sich die volle Schönheit Amazoniens ... 

 

Die größten amerindianischen Stämme,

die heute noch ca. 10 % der Bevölkerung ausmachen,

bewohnen verstreute Siedlungen im Amazonas

sowie in der Rupununi Savanne

und kämpfen fernab aller politischen Wirren ums Überleben.

 

Der Großteil der Bevölkerung

der alleine schon über 43 % Inder aus dem ehemaligen British-Indien,

über 30 % Afro-Guyanaer sowie der Rest gemischter Herkunft zählt,

lebt in Georgetown sowie in den Küstenregionen.

 

Viele Straßen führen nicht durch das Land,

so dass kleine Flugzeuge und Boote zum Einsatz kommen,
um in Guyanas Wildnis vordringen zu können. 

 

Der Tourismus sowie die dazugehörige Infrastruktur

liegt noch in den Kinderschuhen,

was das Land durchaus für uns interessant macht.

 

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Die englische Sprache hat uns vorerst wieder,

was zwischendurch eine Entspannung

der sprachlichen Kommunikation ist

und ganz besonders nach den vier Tagen

in Brasilien mit portugiesisch.

 

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EINREISE

 

VON 

 

BRASILIEN/BONFIM  

 

NACH

 

GUYANA/LETHEM

 

 

So schnell wie wir in Brasilien eingereist sind,

geht auch die Ausreise von statten.

 

Allerdings gestaltet sich die Einreise von Brasilien her kommend,

 nach Guyana etwas kompliziert. 

 

Die Personenimmigration ist schnell erledigt

und wir bekommen einen Monat Aufenthalt,

der jedoch jederzeit mit neuem Antrag, Bildchen

und anfallenden Kosten

in der Hauptstadt Georgetown verlängert werden kann. 

 

Die temporäre Einfuhr des Autos kann nur in Georgetown ausgestellt werden,

welches ca. 550 km von der Grenze entfernt liegt.

  

Einen Tag stellt man uns zur Verfügung

um auf den schlechten Straßenverhältnissen durch den Amazonas,

welche nun vor uns liegen,

Georgetown zu erreichen

um die temporäre Einfuhr für das Auto zu besorgen.

 

Wir weigern uns dieses kurze Zeitlimit zu akzeptieren,

da bei unserer Antragstellung vorab per Email

keine Rückantworten kamen.

 

Zumal wir vorab noch nicht vorhaben,

direkt durch den Amazonas nach Georgetown zu fahren,

da wir erst die Rupununi Savanne bereisen möchten.

 

Hierfür gibt man uns genügend Zeit,

da die temporäre Einfuhr für das Auto im Gebiet der

Rupununi nicht interessant ist.

 

Seltsame Gesetze die man nicht verstehen muss !!

 

Jedoch bei verlassen der Rupununi

durch den Amazonas in Richtung Georgetown

 ist ein erneutes Erscheinen an der Grenze erforderlich,

wo man uns dann den zeitlichen Startschuss erteilt.

 

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 Wir fahren weiter und wechseln die Straßenseiten 

da wir uns im Commonwealth befinden

und dort der Linksverkehr das SAGEN hat.

 

Völlig ungewohnt und eine kleine Herausforderung!!

 

In der Grenzstadt Lethem,

einem staubigen und weniger interessanten Nest

suchen wir SHIRLEYS kleinen Shop gegenüber des MINI-Airports auf. 

 

Hier trifft sich alles, vom Taxifahrer bis zum Volontär 

und man bekommt von Shirley,

wie auch von dem,

der sich gerade dort befindet

gute Informationen über GUYANA

sowie Auskunft über die derzeitigen Pistenverhältnisse

und ungefähre Fahrzeit durch den Amazonas nach Georgetown.

 

 

SHIRLEYS SHOP

 

 

Mit ein paar guten Informationen in der Tasche

ziehen wir am späten Nachmittag 

auf rötlicher Schotter- und Sandpiste hinein, 

tiefer in die RUPUNUNI-SAVANNE

sowie entlang den KANUKU-MOUNTAINS. 

 

Es geht vorbei

an kleinen AMERINDIANISCHEN SIEDLUNGEN 

sowie durch ein grandioses SAVANNENGEBIET, 

mit sandigen Pisten, Palmenoasen und unzähligen Termitenhügeln, 

 welches den afrikanischen Ebenen ähnelt. 

 

Da es schon spät ist, 

verbringen wir die Nacht an einer kleinen Flussoase

umgeben von Dattelpalmen

und ziehen am nächsten Tag weiter

durch die wunderschöne und heiße Savanne.

 

 

RUPUNUNI SAVANNE

 

 

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RUPUNUNI

 

 

Unterwegs stoßen wir auf Olga und Adolf

einem amerindianischen Ehepaar,

welche zu einem der 9 amerindianischen Stämme in Guyana,

dem Stamm der MACUSHI gehören. 

 

Olga ist mit ihren beiden Töchtern, 

nach alter indianischer Tradition, bei der Herstellung von Farine,

welche aus der Pflanze der CASSAVA-WURZEL hergestellt wird, beschäftigt.

 

Wir dürfen zuschauen und

Olaf hilft fleißig beim schälen der Cassava-Wurzel mit ...

 

(Cassava wird auch als Maniok oder Yuka bezeichnet,

und hauptsächlich

in tropischen Regionen angebaut.

Der Vorteil der Cassava ist,

dass sie auf kargen Böden wächst,

und kann sowohl Trockenheit als auch Überschwemmung

vergleichsweise gut überstehen).  

 

 

 

 

Olaf hilft beim schälen der CASSAVA-WURZEL !!

 

 

 

 

Am späten Mittag lassen

wir Olga und ihre Töchter wieder alleine

und landen ein paar Kilometer weiter in SHULINAB 

in einem der amerindianischen Dörfer,

sowie dem größten und einzigsten vom Stamme der MACUSHI

bewohnten Dorf.

 

 

  

SHULINAB, MACUSHI INDIANER

und die tief im Busch liegenden SKULL MOUNTAINS

 

 

Dort fragen wir uns durch nach dem TOSHAU von SHULINAB,

dem Village Captain,

bei dem wir uns eine Genehmigung einholen müssen

um sein Dorf sowie die von uns geplanten

SKULL-MOUNTAINS am nächsten Tag

zu besuchen.

 

 

MYSELF AND THE TOSHAU

 

 

Der TOSHAU bringt uns zwei Führer aus dem Dorf,

mit denen wir für den nächsten Tag 

eine Tour zu den im tiefen Busch liegenden

geheimnisvollen SKULL-MOUNTAINS planen und organisieren,

bis die Nacht hereinbricht. 

 

Wir suchen uns einen Schlafplatz

ein Stück außerhalb des Dorfes 

mit Blick bei Vollmond auf die Kanuku-Mountains

inmitten unzähliger fremder,

intensiver sowie faszinierender Naturgeräusche.

 

 

 

 

SKULL MOUNTAINS

 

 

Um 6.00 Uhr noch vor der aufsteigenden Hitze,

 ist Abfahrt mit dem dorfeigenen Auto. 

 

Gemeinsam mit drei Guides, einem Hund und dem Fahrer

 der offiziell keinen Führerschein hat

geht es auf einem Feldweg,

 der nach wenigen Metern in einen Indianertrampelpfad übergeht

und eigentlich mit dem Auto nicht mehr zu befahren ist,

tief hinein in den engen Busch

wo etliche JAGUARE zu Hause sind.

 

Es wird abenteuerlich !!

 

Bewaffnet mit Machete sowie Pfeil und Bogen

geht es nach ca. 5 gefahrenen km die nächsten 4,5 km

 in einem strammen Fußmarsch noch tiefer hinein,

da mit dem Auto nun wirklich kein Weiterkommen mehr möglich ist.

 

Wolken am Himmel vermeiden es,

dass die hier extrem heiße Sonne uns quält. 

 

Nach einem knackigen sowie weglosen Aufstieg

erreichen wir die SKULL MOUNTAINS,

eine alte Opferstätte der MACUSHI INDIANER.

 

In der halboffenen Höhle befinden sich große alte Tontöpfe

gefüllt mit Gebeinen und Schädeln (Opfergaben),

auch indianische Felszeichnungen an den Steinwänden

sind noch zu erkennen.

 

Der Führer erzählt uns,

dass vor einigen Jahren noch mehr Tongefäße hier lagen,

doch durch ständige Räuberei,

heute nicht mehr all zu viel übrig ist.

 

Es ist ein mystischer und beeindruckender Ort

zumal aus dem menschenleeren Busch 

extrem laute sowie fast ohrenbetäubende Tiergeräusche

zu uns hinaufdringen. 

 

Hier hat man durchaus das Gefühl,

fernab jeglicher Zivilisation

zu sein.

 

 

FAHRT DURCH DEN BUSCH
THE BUSH MEN

 

 

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 Nach ca. 6 Stunden sind wir wieder zurück in Shulinab,

fasziniert und alle Mann ... Fußmüde. 

 

 

 

 

Wir statten dem MACUSHI-Ehepaar

noch einmal einen Besuch ab,

da Olga uns für heute eingeladen hat,

beim traditionellen Zubereitungstag von CASSAVA - FARINE dabei zu sein

und Adolf zeigt uns seine traditionellen Handarbeiten

wie sie schon vor Generationen ausgeübt wurden.

 

Er erzählt uns Geschichten aus dem Busch

sowie von Begegnungen mit Jaguaren

und ist stolz,

uns seinen Pfeil und Bogen zu präsentieren,

mit dem er jagen geht.

 

 

HAUS VON OLGA UND ADOLF
GEPRESSTE KASAVA-PFLANZE
RÖSTEN DER KASAVA

 

 

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Nach geschichtsreichen Stunden,

ziehen wir auf der Strecke wieder retour

und schlagen unser Lager

mitten in der Savanne

erneut an einer herrlichen Palmenoase auf... 

 

 

RUPUNUNI-SAVANNE

 

 

und nehmen ein Erfrischungsbad

im kleinen Oasenpool.

 

 

 

 

Wieder zurück in Lethem,

besorgen wir an der Grenze unsere Papiere

für die Fahrt durch den Amazonas nach Georgetown.

 

Nach einem verhandlungsreichen Nachmittag

stellt man uns anstatt einen Tag, drei Tage zur Verfügung,

die wir bei den derzeit schlechten Pistenverhältnissen

auf jeden Fall benötigen werden.

 

 

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ABENTEUER AMAZONAS

 

 

550 km, 37 Holzbrücken, 1 Fähre und 3 Check Points

von der Grenzstadt LETHEM nach GEORGETOWN

in 22 Stunden reiner Fahrzeit

 

 

Mühselige Teilabschnitte, grobe Wellblechpiste, Matsch,

eine durchlöcherte Dschungelstraße

sowie zum Teil baufällige schmale Holzbrücken

führen uns durch das einsame

und gnadenlos schöne AMAZONAS-Gebiet

sowie den IWOKRAMA Nationalpark

hinauf in die Hauptstadt nach Georgetown,

entlang auf der einzigsten Verbindungsstrecke.

 

Bis LINDEN,

welches ca. 450 km vom Startpunkt LETHEM entfernt liegt

ist die Piste in einem derzeit schlechten Zustand.

 

Nur auf ganz wenigen

sowie kurzen Teilabschnitten erlauben uns die

Pistenverhältnisse auf 40 km/h zu beschleunigen.

 

Ab LINDEN führt eine gut geteerte Straße

die letzten 100 km hinauf

in die Hauptstadt nach Georgetown.

 

Insgesamt sind wir 3 1/2 Tage unterwegs,

und benötigten für 550 km, 22 Stunden reine Fahrzeit 

mit kleinen Zwischenstopps.

 

Nach täglich ca. 8 Stunden Fahrzeit,

die durchaus reichen

suchen wir uns an diesen Tagen

ein nettes Plätzchen für die Nacht,

lauschen den extremen Urwaldgeräuschen

und genießen einfach nur eine tolle Stimmung

einsam inmitten des Amazonas-Waldes.

 

Noch vor dem Sonnenaufgang

werden wir von durchdringlichen Geräuschen der Brüllaffen geweckt,

welche mystisch und einzigartig durch den dichten

Amazonas hallen.

 

Immer wieder strecken wir die Köpfe

aus dem fahrenden Auto

da über uns feuerrote Aras in den Baumkuppen sitzen

und kräftig am Meckern sind

oder Affen sich durch die hohen Bäume schwingen.

 

In den kleinen trüben Wasserläufen

liegen faul die Kaimane

und kleine Schlangen huschen immer wieder

über die durchlöcherte Dschungelroad.

 

Der Amazonas ist einmalig in seiner Schönheit

und beeindruckend.

 

Große Majestätische Urwaldbäume

liegen auf dem Weg.

 

Bis auf einige wenige Versorgungstrucks

 kommen uns hier so gut wie kein Autos entgegen.

 

Es ist eine fantastische,

wenn auch zum Teil anstrengende Fahrt

durch eine einzigartige andere Welt.

 

 

- VON DER SCHÖNEN UND HEISSEN RUPUNUNI SAVANNE

DURCH DAS FASZINIERENDE AMAZONIEN -

RUPUNUNI-SAVANNE

 

 

Nach ca. 100 km verlassen wir die Rupununi-Savanne

und der dichte Amazonas verschlingt uns.

 

 

AMAZONAS-ROAD

 

Good Bridge !!

 

 

Bad Bridge !!

 

VERSORGUNGS-TRUCKS

 

 

DURCH den AMAZONAS !!

 

More IMPRESSIONS 

 

  

POLIZEI - CHECK - POINT !!

 

 

 

 

 In KURUPUKARI

stoßen wir auf den größten Fluss Guyanas

dem schönen ESSEQUIBO RIVER,

auf dem wir mit einer kostenfreien Fähre,

allerdings nur kostenfrei in nördliche Richtung, übersetzen.

 

 

 

 

Nach 3 1/2 Tagen

erreichen wir die Hauptstadt von Guyana, GEORGETOWN

um besorgen unsere temporäre Einfuhr

für Auto und Motorrad.

 

Dort interessiert es keinen,

dass wir zu spät sind.

 

Im Gegenteil,

der Beamte schüttelt den Kopf über das Verhalten

sowie dem schriftlich erteilten zeitlichen Limit

der Grenzbeamten in Lethem.

 

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Noch ein wenig Müde von der Amazonasfahrt

stürzen wir uns schon wieder ins nächste Abenteuer,

da wir unerwartet

zum größten alljährlichen FESTIVAL dem MASHRAMANI kommen,

welches immer am Nationalfeiertag stattfindet.

 

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MASHRAMANI 2014

 

 

Am Vorabend des Mashramani dürfen wir Maggie,

nachdem wir uns als VERTRETER der INTERNATIONALEN PRESSE ausgeben,

am Straßenrand parken, was normalerweise nicht erlaubt ist,

wo am morgigen Tag der "MASH" vorbeizieht.

  

23. FEBRUAR 2014

 

Die Sonne knallt vom Himmel und Georgetown steht Kopf ...!!

 

Zwischen MIX-KULTUR

und unglaublicher Freundlichkeit

verbringen wir einen 12 Stunden Tag

inmitten dem temperamentvollen unglaublichen Getümmel

und erleben einen farbenfrohen Umzug

ähnlich eines karibischen Karnevals.

 

An menschlichen Kontakten sowie Essen und Trinken

fehlt es uns an diesem Tag nicht,

da die Menschen um uns herum,

ganz besonders die der indischen Abstammung,

uns gut versorgen

und nicht aus den Augen lassen. 

 

 

MASHRAMANI 2014

 

 

IMPRESSIONS from the MASHRAMANI 2014

 

 

 

 

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Den nächsten Tag verbringen wir

auf einem Stellplatz beim

 

MINISTERY OF TOURISM

 

in Georgetown,

welches sich auf einem großen eingezäunten

sowie bewachtem Expo-Gelände befindet,

wo man als Reisender ein gutes und kostenfreies Stellplätzchen findet

und gehen alles ganz langsam an.

 

Hier werden wir erneut mit Köstlichkeiten versorgt

und mit FARBE bekleckert, 

wie es am Tag nach dem großen MASHRAMANI

hier so üblich ist.

 

 

 

Für den darauffolgenden Tag

organisiert das Ministery of Tourism ein Interview mit uns

für das Fernsehen sowie die Tageszeitung.

 

 

OLAF MIT JOURNALISTIN UND DEM CHEF VOM MINISTERY OF TOURISM

 

 

In den nächsten Tagen schlendern wir mehrere Male 

durch das interessante

und pulsierende Leben von GEORGETOWN,

welches uns in den Bann zieht.

 

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GEORGETOWN am ATLANTIK

 

 

Hier knallt Afrika und Indien aufeinander !!

 

Quirlige Märkte an jeder Ecke,

alte und faszinierende Holzkirchen und Gebäude

aus britischer Kolonialzeit,

Hindutempel, Rastafaris und Marihuana-Rauch,

zwielichte Gestalten, indische Roti-Shops,

sowie wunderbare und gastfreundliche Menschen ...

erleben wir hier in Georgetown !!

 

Diese Stadt hat ganz klar ihren ganz besonderen REIZ !! 

 

 

EXOTIK-RASTAFARI

 

 

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In ganz Georgetwon

winden sich kleine Kanäle durch die Stadt,

in denen überall wunderschöne

Wasserlilien blühen.

 

 

 

 

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 STABROEK MARKET und BAZAR

 

 

Hier tauchen wir in ein Gewirre aus Marktschreiern,

übervollen Obst- Gemüse- und  Fischständen, Krimskrams

sowie allerlei vor und in einer tollen alten Kulisse ein

und versinken im Flair von Afrika und Indien.

 

Der Stabroek Market

ist ein altes Stahlgebäude aus dem Jahre 1881

und somit der größte und älteste Markt in ganz Guyana.

 

Die Eisenkonstruktion und der Uhrenturm

erinnern an die einst viktorianische Ära von Großbritannien.

 

 

STABROEK MARKET GEORGETOWN
STABROEK MARKET
MARKTFRAU AM STABROEK MARKET
FISCHVERKÄUFER AM STARBROOK MARKET

 

 

Wir bleiben noch ein Weilchen in Georgetown,

da sich für uns hier nagelneue MICHELIN 14.00 R 20 - Reifen,

welche in den letzten Ländern nicht zu finden waren

und nun hier nach längeren Verhandlungen,

zu einem guten Preis zu finden sind.

 

Die alten gebrauchten aus USA,

verabschieden sich mit porösen Rissen

 einer nach dem anderen,

so dass es nun wirklich Zeit wird.

 

Und in Georgetown - City bekommen wir sogar

nach einer guten zwei DIN-A 4 Seiten schriftlichen Begründung

die recht hohe dafür anfallende Steuer von 600 Euro

wieder ersetzt.

 

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Unweit der Reifenfirma,

die leider keinen Stellplatz für uns hat,

finden wir ein Hotel,

welches uns erlaubt dort zu stehen

um auf die Reifen zu warten,

da die Felgen in einer 3-tägigen Aktion neu aufgearbeitet werden

und Maggie somit Radlos auf Holzböckchen stehen muss.

 

Nach fünf Tagen ist Maggie wieder fahrbereit

und zwei neue Ersatzreifen sowie neue Reifenschläuche

die wir noch für die alten Reifen bekommen haben,

befinden sich nun in unserem Equipment.

 

Zudem stellt uns die Firma kostenfrei die Spur des Lkws ein.

 

Hier lässt es sich fein handeln!

 

 

 

 

Vom Felgenlackierer

bekommen wir einen leckeren Fisch geschenkt,

aus Georgetowns Hausfluß dem Demarara-River,

 der mit seiner Übergröße gerade so

in unser Gefrierfach passt.

 


PRÄSENT



Und am dritten Wartetag

schickt er uns seinen Journalisten-Schwager vorbei.

 

Auch er möchte mit uns

ein Fernsehinterview sowie einen Artikel

 in der regionalen Zeitung bringen.

 


 

 

Nach fünf Tagen rollen die neuen Reifen

auf neu überarbeiteten Felgen über den Hof.

 

Ein tolles Gefühl ...!!

 

 

 

 

Kleine Schweißarbeiten

müssen noch an Maggie durchgeführt werden

(gebrochener Schutzblechbügel 

sowie neu dafür angefertigte Halterungen, Auspuff). 

 

Nach einer Empfehlung

 landen wir bei zwei indischen Jungs,

die in 4 - stündiger Arbeit perfekte Schweißarbeiten absolvieren

und am Ende kein Geld von uns verlangen,

da es für sie eine Freude war uns zu helfen...!! 

 

 

 

 

Am nächsten Tag

steht ein Besuch bei der Suriname-Botschaft an,

da wir für die Einreise ein Visum benötigen.

 

 

 

 

KAIETEUR FALLS

 

 

Bevor wir jedoch Georgetown verlassen,

steht für uns noch ein Flug zu den KAIETEUR-FALLS

tief im Amazonas an.

 

Wir reservieren uns

direkt am OGLE-Airport in der Hauptstadt

für Samstags einen Flug

zum tief im Amazonas gelegenen Wasserfall, 

der zu den weltweit höchsten

 stufenlos herabstürzende Wasserfällen 

sowie zu den eindrucksvollsten der Erde zählt.

 

Lustigerweise erkennt man uns beim einchecken

 aufgrund der vor Tagen erschienenen Reportage im Fernsehen

sowie in der Zeitung

und somit bietet man uns den Sitz neben dem Piloten an,

den wir aufgrund der genialen Sicht

nicht ablehnen.

 

Mit einer kleinen CESNA

fliegen wir knapp eine Stunde von Georgetown

über den Amazonas sowie vereinzelt durch dicke fette Wolkenfronten, 

die die Maschine ordentlich zum wackeln

und den Magen leicht zur Wallung bringen.

 

Auf dem Flug genießen wir einen herrlichen Blick

auf den üppigen Dschungel der aus der Vogelperspektive

wie ein Brokkoli aussieht.

 

Unter uns erstreckt sich das Gebiet des Potaro-Flusses

an dem hunderte Goldsucher mit Schüttel-Anlagen und Dieselpumpen

ihr Glück versuchen.

 

Die Kaieteur-Wasserfälle des Potaro-Flusses 

befinden sich in der Region Potaro Siparuni,

tief im Herzen der unzugänglichen Pakaraima-Berge 

sowie am Eingang zur Potaro-Schlucht.

 

Sie liegen inmitten des nahezu unberührten Regenwalds,

fernab jeglicher Zivilisation.

 

Bevor wir auf einem winzigen Rollfeld im Dschungel

zum stehen kommen,

zieht der Pilot eine große Runde um den Wasserfall

und nach einem ca. 10 minütigen kleinen Marsch mit Führer,

stehen wir vor einer derart gigantischen Aussicht,

an einer zaunlosen Felskante mit Blick auf den Wasserfall.

 

Unsere Nackenhaare stellen sich vor Schönheit

beim Anblick des Naturspektakels,

welches noch,

wie bei seiner Entdeckung,

naturbelassen im Dschungel liegt.

 

Auch hier wäre "SCHÖN" gnadenlos untertrieben.

 

Trotz derzeitiger Trockenheit

rauschen Wassermassen über eine Sandsteinklippe

in die Tiefen von 226 Meter

und die drumherum liegende Landschaft ist einfach nur

vollendet schön. 

 

 

 

 

FLUG ÜBER DEN AMAZONAS !!

 

 

Am Wegrand wachsen überdimensionierte Riesenbromelien

und von einer zaunlosen überhängenden Felsplatte

genießen wir das spektakuläre Naturwunder.

 

Von drei verschiedenen Aussichtspunkten 

offenbart sich der Kaieteur-Fall in seiner vollen Schönheit.

 

Nach zwei Stunden finden wir uns alle wieder am Rollfeld

zu einem kleinen Snack ein

und fliegen über das gewaltige Amazonasgebiet

wieder zurück nach Georgetown.

 

 

RIESENBROMELIEN

 

 

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Nach einem extrem schönen zweistündigen Aufenthalt

geht es wieder zurück nach Georgetown.

 

 

 

 

Am 17.03.2014

verlassen wir nach 1312 gefahrenen Kilometern

den kleinen Amazonas-Staat GUYANA

nach einer abenteuerlichen,

beeindruckenden und wunderbaren Zeit

und reisen mit der Fähre

über den Grenzfluss Corantijn nach Suriname ein.

 

Bald schon werden wir

über unsere Erlebnisse in diesem Land berichten.

 

 

SURINAME