BACK in VENEZUELA - TEIL IV

 

09.05. - 18.07.2014

 

 

 

 GRAN SABANA - CIUDAD GUAYANA - CIUDAD BOLIVAR -

ROUTA DE LLANOS -

MERIDA - ANDENROUTE TRASANDINA -

GRENZE ZU KOLUMBIEN

 

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EINREISE von BRASILIEN nach VENEZUELA:

 

 

Brasilien leistet auch hier wieder schnelle Arbeit,

so dass die Ausreise in nur 10 Minuten

erledigt ist.

 

In Venezuela 

dürfen wir dieses Mal eine schnellere Einreise

als von Kolumbien her kommend,

genießen.

 

Nach einer Stunde ist die Personenimmigration

sowie die Einreise von Auto und Motorrad erledigt.

 

Keine Auto- und Hundekontrolle !!

 

Unsere Versicherung haben wir noch vom ersten Mal

da diese für ein Jahr gültig ist.

 

Auf dem Schwarzmarkt, 

im direkt hinter der Grenze liegenden 

SANTA ELENA DE UAIREN,

dieses Mal versteckt hinter dicken Mauern,

tauschen wir unsere Dollars um in Bolivar

zu einem erneut guten Kurs.

 

 

- Für 200 US-Dollar gibt es richtig viele Inflationslappen -

 

 

Nun stehen wir wieder vor Venezuelas Toren,

so wie es geplant war,

jedoch mit ein wenig gemischten Gefühlen.

 

Während unserer Abwesenheit in den letzten Wochen

spielten sich in diesem Land unfeine Dinge ab.

 

Heftige politische Unruhen tobten durch das Land.

 

Venezolanische Freunde,

die wir bei unserer letzten Reise

durch dieses Land kennengelernt haben,

berichten uns von einer mittlerweile entstehenden Diktatur

ähnlich kubanischen Verhältnissen.

 

Hier in der GRAN SABANA

ist von all diesem nichts zu spüren,

man könnte meinen,

dass Venezuela zweigeteilt ist.

 

Wir sind gespannt,

was uns die nächsten 2-3 Monate,

die wir in Venezuela erneut verbringen möchten,

bringen werden.

 

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In SANTA ELENA DE UAIREN,

machen wir erneut einen Abstecher bei MANFRED

auf dem schönen,

am Berg gelegenen YAKOO CAMP.

 

Und da es bei Manfred richtig nett und angenehm ist,

bleiben wir ein paar Tage länger als geplant,

ruhen uns von der Fahrerei aus,

genießen die entspannte Atmosphäre

sowie den Rundumluxus

und arbeiten an der Homepage

was uns aufgrund des herrlichen Pools,

wie schon beim letzten Mal,

auch jetzt nicht leicht fällt.

 

 

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- EINLADUNG zum gemeinsamen

und gemütlichen SONNTAGS-FRÜHSTÜCK 

mit MANFRED -

 

 

 

 

Ebenfalls hinter dicken Mauern

tanken wir in SANTA ELENA DE UAIREN

unseren Diesel auf dem Schwarzmarkt,

da im Gebiet zur brasilianischen Grenze 

der venezolanische Staat

Geld von Ausländern für den Diesel verlangt.

 

Da die Brasilianer zu Scharen in vergangener Zeit

in Unmengen Sprit aus dem Land getragen haben,

wurde hier nun ein Riegel vorgeschoben.

 

Der Liter kostet nun

hier im Grenzgebiet für die Ausländer 0,35 Euro/Cent

und wir bekommen ihn auf dem Schwarzmarkt

immerhin für 0,10 Euro/Cent.

 

 

 

 

Nach einigen erneut schönen verbrachten Tagen 

bei Manfred,

zieht es uns jedoch wieder auf die Piste

und so machen wir einen Abstecher,

entlang der brasilianischen Grenze

in den Westen der GRAN SABANA

sowie in das Gebiet der GOLDGRÄBER.

 

Nach 20 Kilometern verlässt uns die Teerstraße

und wir wackeln,

wie wir es in den letzten Wochen nicht anders gewohnt sind,
erneut auf schlechter Piste

durch schöne und einsame Gegend

ins nächste Abenteuer...


Doch zuvor passieren wir noch eine Polizeistation,

die sich nach unserem Anliegen erkundigt,

aufgrund des Befahren dieser Strecke.

 

 

 

 

Hier im tiefen Nirgendwo

der weltweit einzigartigen Landschaft der GRAN SABANA

 liegt der schöne SALTO CATHEDRAL

an dem Jose und seine Frau aus ISRAEL,

ein kleines gemütliches Restaurant

sowie einen Shop mit Naturprodukten führen

und sogar Platz zum campen anbieten.

 

 

 

 

Wir dürfen für umsonst campen,

 baden im herrlichen,

über einen kleinen Wanderweg zu erreichenden versteckten

 sowie mit Lianen verhangenen SALTO CATHEDRAL

und genießen gemütliche Plauderstunden

mit Jose und seiner Frau

bei leckerem Tee und hausgemachtem Kuchen.

 

 

 

 

-IMPRESSIONS from the SALTO CATHEDRAL-

 

 

EIN HERRLICHES PARADIES
DREAMTEAM

 

 

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Nach einer super Zeit hier am Camp

ziehen wir weiter heinein,

tief in die SABANA durch eine tolle Landschaft,

jedoch auf immer schlechter werdender Piste,

welche viel Zeit in Anspruch nimmt.

 

 

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Abseits der Piste verbringen wir die Nacht

und genießen eine wunderbare Morgenstimmung

in diesem menschenleeren und in den Bann ziehenden

Fleckchen Erde.

 

 

- MORGENSTIMMUNG in der GRAN SABANA -

 

 

Kurz vor dem berüchtigten Goldgräberdorf ICABARU

sowie dem Ende der schlechten Straße

machen wir wieder kehrt,

da man uns immer wieder nahegelegt hat,

nicht in diesen wohl für uns zu gefährlichen Ort,

welcher in der absoluten Einsamkeit

der Gran Sabana liegt zu fahren,

zumal es in dieser Goldgräbersiedlung

nichts Spektakuläres für uns zu sehen gibt.

 

Wir fahren wieder ein Stück zurück,

finden ein nettes Plätzchen auf einem kleinen Hügel

und genießen von dort einfach nur die spektakuläre Aussicht

auf die GRAN SABANA.  

 

 

- STELLPLATZ mit AUSBLICK auf die WELT der SABANA -

PANORAMA

 

 

- Mystische MORGENSTIMMUNG in der GRAN SABANA -

 

 

 

 

Am nächsten Tag kommt JOSE ein INDIGENA

zu uns auf den kleinen Hügel um zu telefonieren,

da von hier der Empfang am besten ist.

 

Er erzählt uns,

dass er ein Minero/Goldgräber ist

und zeigt uns Bilder auf seinem Handy von dem Camp,

in dem er nach Gold sucht.

 

Wir fragen ihn ob es denn möglich wäre,

das Camp einmal zu sehen.

 

Er erklärt sich bereit,

uns am nächsten Morgen abzuholen

um mit uns zu dem im Dschungel gelegenen Camp zu laufen,

da der Weg mit dem Auto schlecht zu befahren ist.

 

Wir haben Glück,

normalerweise ist es verboten die Camps zu besuchen,

außer man schließt sich einer geführten Tour an,

die ab und an schon mal in SANTA ELENA

nicht gerade günstig angeboten werden.

 

An diesem Tag lernen wir auch Peter und Elfi kennen,

die uns auf dem kleinen Berg entdecken.

 

Die zwei DEUTSCHEN

leben schon seit langer Zeit in Venezuela

und seit ein paar Jahren nun

versteckt im tiefen Outback der GRAN SABANA,

unweit von unserem Stellplätzchen.

 

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- TIEF im DSCHUNGEL 

bei den MINEROS/GOLDGRÄBERN -

 

 

Am Tag darauf holt uns JOSE früh am Morgen ab

und gemeinsam wandern wir

 in einem strammen zweistündigen Fußmarsch

über den extrem schlechten Weg

 tief in den feucht-heißen Dschungel hinunter

zum Goldgräber-Camp.

 

Wer hier noch mit dem Auto fährt 

muss einfach verrückt sein.

 

Aber die Einheimischen tun es ...

 

 

ANKUNFT UND ERFRISCHUNG IM CAMP
SCHNELL WAS ZU TRINKEN

 

 

Hier wird das Gold

noch mühevoll mit der Hand gewaschen.

 

Die Stimmung hier

im tiefen Dschungel liegenden Camp ist einmalig

und wir kommen uns vor,

wie in einer komplett anderen 

sowie für uns einfach völlig fremden Welt.

 

 

 

 

- IMPRESSIONS from the MINERS/MINEROS -

 

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JOSE allerdings ist SMART

und hat sich selbst eine Goldwaschanlage gebaut.

 

 

 

 

Nachdem uns Jose

kreuz und quer durch das Gelände geschleift

sowie jedem vorgestellt hat,

ist er der Meinung,

dass es nun Zeit ist für Mittagessen.

 

Und so köcheln wir gemeinsam

was richtig leckeres auf den Tisch !!

 

 

JOSE UND DAS FRISCHE HÜHNCHEN
SIMONE BEIM SÜSSEN GEMÜSE SCHNIBBELN

 

 

"MUCHAS GRACIAS JOSE"

 

für dieses geniale Abenteuer und leckere Essen !!

 

 

 

 

Da in der Zwischenzeit heftiger Regen fiel,

hat sich der Untergrund

des eh schon schlechten Trampelpfades

in Schmierseife verwandelt,

so dass wir vorsichtig über den Boden schlürfend 

uns auf den Rückweg machen.

 

Aber nicht genug mit dem Regen !!

 

Unterwegs erleben wir einen Wolkenbruch,

so dass sogar unsere Regenjacken versagen

und wir in kurzer Zeit nass bis auf die Unterhose sind.

 

Das Wasser schießt uns auf dem Trampelpfad

in Cascaden entgegen,

so dass wir noch langsamer vorankommen.

 

 

 

 

PETER und Elfi warten an unserem Auto,

als wir von den Goldgräbern aus dem Dschungel

nass bis auf die Haut dort ankommen.

 

Sie führen uns unweit zu einem gigantischen Stellplatz

auf ihrem überdimensionierten Grundstück,

wo wir den restlichen Nachmittag gemütlich mit den beiden 

im Inneren von MAGGIE,

sowie vier weitere Tage verbringen

und einfach nur die schöne Aussicht auf die Tepuis 

sowie Peter und Elfis lustige

und liebenswürdige Gesellschaft genießen.

 

 

STELLPLATZAUSSICHT
ELFI & PETER BESUCHEN UNS AM NÄCHSTEN TAG

 

 

Grandiose MORGENSTIMMUNG in der SAVANNE 

 

 

 

 

More IMPRESSIONS from the SABANA

 

 

PANORAMA / GRAN SABANA

 

 

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EINLADUNG zu GULASCH, ROTKRAUT & SPÄTZLE

bei PETER und ELFI

 

 

Auf der gemütlichen Terrasse des Outback-Häuschens 

von Peter & Elfi

verbringen wir einen herrlichen und lustigen Tag

und genießen Elfis Kochkünste.

 

 

WOHNEN IM TIEFEN OUTBACK DER GRAN SABANA
KÄFERFUND BEI PETER UND ELFI MIT 11 cm ÜBERGRÖSSE

 

 

Auch hier kommt die Zeit des Weiterziehens

und so verlassen wir die beiden nach einer schönen Zeit,

allerdings mit einer Option

die sie uns mit auf den Weg geben.

 

Sollten wir irgendwann Mal

die Schnauze vom Reisen voll haben,

steht unser altes Stellplätzchen immer zur Verfügung.

 

VIELEN DANK ... es war richtig schön bei EUCH!!

 

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Nach unserem Pistenabstecher

landen wir wieder in SANTA ELENA

sowie versprochen erneut bei Manfred auf dem YAKOO CAMP,

wo wir den Pool erneut belagern,

das flotte Internet nutzen 

sowie ein letztes Mal 

Manfreds nette und liebe Gesellschaft genießen.

 

Nach fünf Tagen verlassen wir endgültig Manfred

sowie Santa Elena

und machen uns erneut auf

in das OUTBACK der GRAN SABANA.

 

 

UNS GEHTS GUT
KUSCHELSTUNDE

 

 

Erneut geht es für uns entlang auf der TRONCAL 10

durch die GRAN SABANA

hinauf in den Norden Venezuelas.

 

 

 

 

Über eine kleine staubige Piste

gelangen wir zum schönen

und von der Regenzeit vollen SALTO JURUANI.

 

 

 

 

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- Schlafplatz mit Blick auf die

leider wolkenverhangene Tafelbergkette -

 

 

 

 

Am nächsten Tag gelangen wir einige Kilometer weiter

sowie über einen kleinen Trampelpfad

zur schönen QUEBRADA DE PACHECO.

 

 

PANORAMA

 

 

Wir verlassen noch einmal die TRONCAL 10

und machen erneut einen Abstecher zu dem Stellplatz

hinter KAVANAYEN,

im tiefsten mit dem Auto zu erreichenden Punkt

der Gran Sabana,

wo wir bei unserem ersten Venezuela-Aufenthalt 

schon eine tolle Zeit verbrachten.

 

Hier verbringen wir die nächsten zehn Nächte

und erleben ebenso eine schöne Zeit

 in dem kleinen Paradies bei fantastischer Kulisse

sowie im menschenleeren Outback

und baden jeden Tag im urigen daneben liegenden Natur-Pool.

 

 

STELLPLATZ PANORAMA

 

 

- Pures OUTBACKPARADIES -

 

 

 

 

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Wir ziehen weiter auf der TRONCAL 10

hinauf in den Norden.

 

Unweit des einst sagenumwobenen

Goldstädtchen EL DORADO

 landen wir bei BRUNO einem Freund von Manfred

sowie auf seinem CAMP am RIO CUYUNI

mit Blick auf die von Eifel erbaute Brücke.

 

Hier verbringen wir drei weitere interessante Tage.

 

BRUNO ein Schweizer

und Ex-Kommandant des venezolanischen Militärs

lebt hier mit seiner venezolanischen Frau.

 

Hier am RIO CUYUNI kontrolliert er nebenher

sowie mit 1-2 Männern des Militärs

von seinem Grundstück aus,

den Benzin-Schmuggel zur recht nahen Grenze

nach GUYANA.

 

Von Bruno erfahren wir Geschichten

die nur aus einer anderen Welt stammen können

sowie richtig guter Stoff für einen Film sind.

 

Aber eigentlich kommen wir uns jetzt schon vor

wie in einem Abenteuerfilm aus dem tiefsten Dschungel.

 

An einem Tag nimmt er uns mit 

zu den auf dem Wasser schwimmenden

 sowie illegalen Goldsuchern

mit ihren selbstgebauten Goldwaschanlagen.

 

 

STELLPLATZ BEI BRUNO

 

 

- Stellplatz bei BRUNO

auf dem CAMP EL ENCANTO CUYUNI -

 

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Immer wieder ziehen die SCHMUGGLER

auf dem RIO CUYUNI 

mit ihren Benzinfässern 

am Camp vorbei.

 

 

BENZIN SCHMUGGLER

 

 

Auf Brunos Grundstück lebt Berta,

ein Flugkranker Papagei,

der allerdings so krank gar nicht ist.

 

Heimtückisch rennt sie über das Gelände

und versucht Paco und Mexi mit Vorliebe ins Bein zu beißen

und veranstaltet am Morgen ein krächzendes Theater

bis endlich alles wach sind.

 

Und da sie u. a. 

auch noch eine außerordentliche Vorliebe für Mangos hat, 

steht ihr der Name MANGO-BERTA ganz gut.

 

 

FLIRTEN MIT MANGO-BERTA

 

 

- IMPRESSIONS from MANGO-BERTA -


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Und da es hier eine gemütliche Fernsehecke gibt,

genießen wir gleich noch ein Deutschland WM-Spiel

an Brunos Theke...

 

 

 

 

gemeinsam mit den Jungs vom Militär.

 

 

BRUNOS THEKE FÜLLT SICH ...

 

 

 Deutschland siegt

und Brunos Frau haut ordentlich in die Gitarrensaiten

und gibt ihr BESTES PREIS.

 

 

VANESSA IN ACTION

 

 

Am nächsten Tag nimmt uns Bruno,

in seinem vom Militär geschenkten Boot

zu zwei auf dem RIO CUYUNI schwimmenden Goldwaschanlagen mit

und zeigt uns ein paar der unzähligen Wasserschleichwege

entlang des Dschungel-Fluss

wo man leicht jemanden verschwinden lassen kann. 

 

Auf dem Weg nach EL DORADO kommen wir sogar 

noch am berühmt berüchtigten GEFÄNGNIS, 

LAS COLONIAS vorbei.

 

 

  

Auf dem Rückweg zum Camp,

stoßen wir mit unserem kleinen Militärflitzer auf zwei Fischer,

die fette Welse aus dem Wasser ziehen.

 

Bruno kauft den Fischern einen ab

und wir entscheiden uns recht schnell,

für umgerechnet 3,00 Euro das GLEICHE zu tun.

 

 

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- Den größten Fang gibt es für BRUNO -

 

 

 

 

 Bruno beim ZERLEGEN der Gigantenfische

und Olaf beim stolzen PRÄSENTIEREN unserer etwas kleineren 

Errungenschaft. 

 

 

 

 

Ein Teil der Fische

wird lecker geräuchert und der andere Teil

landet im Gefrierfach.

 

So sind die Fischvorräte für die nächste Zeit

auf jeden Fall gesichert. 

 

 

LECKERES ERGEBNIS

 

 

Nach drei Tagen verlassen wir das Camp

und bekommen von Bruno,

durch seine immer noch guten Kontakte zum Militär,

noch eine ordentliche kostenfreie Tankfüllung

im kleinen unweit entfernten Goldgräberort EL DORADO organisiert,

da wir hier im Ausläufer der Gran Sabana als Touristen

immer noch für den Sprit bezahlen müssen.

 

  

AUTOSCHLANGE VOR DER TANKSTELLE - WIR DÜRFEN DRAN VORBEIFAHREN
DAS MILITÄR WARTET SCHON AUF UNS

 

 

Wir erreichen CIUDAD GUAYANA

die eigentlich keine richtige Stadt ist,

sondern eher der Überbegriff der beiden Orte

SAN FELIX und PUERTO ORDAZ.

 

In SAN FELIX,

dem älteren Teil der beiden Städte

versuchen wir unser Glück

neue Bremsbeläge für Maggie zu organisieren,

bevor es erneut auf und ab durch die Bergwelt der ANDEN geht.

 

Diese Aktion gestaltete sich beim letzten Mal in Alaska

ziemlich schwierig und kompliziert.

 

Jedoch dieses Mal haben wir richtig Glück ... !!

 

An der Ampel im Stadtteil SAN FELIX

spricht uns ein LKW-Fahrer aufgrund unseres Gefährts an,

den Fragen wir direkt nach einer Werkstatt

und 5 Minuten später stehen wir im zugestopften Innenhof

einer einfachen Hinterhofwerkstatt für LKWs.

 

Noch sind wir etwas zögerlich, 

ob das was wird,

aber hier ist jeder zuversichtlich und der Chef meint, 

morgen könnt ihr weiterfahren mit neuen Bremsbelägen.

 

Unsere Bremsbeläge,

die schon am auseinanderbrechen sind,

werden demontiert und direkt zum neu belegen gebracht.

 

Da es für heute allerdings schon zu spät ist,

warten wir nun auf den nächsten Tag

und kommen hier in den Genuss der venezolanischen Fürsorge,

die sich so bemerkbar macht,

dass man rund um die Uhr um unser Wohl sorgt.

 

Der Preis der neuen Bremsbeläge ist unschlagbar

und tatsächlich sind wir mit Maggie am nächsten Tag

wieder ON THE ROAD,

sogar mit einem zusätzlichen Satz

qualitativ richtig guten Belägen im Gepäck,

jedoch dürfen wir uns erst verabschieden,

nachdem uns die Frau des Chefs

noch das Mittagessen serviert hat.

 

 

ES WIRD ZEIT !!
FEIERABEND BEI GEMÜTLICHER RUNDE

 

 

- Ohne Mittagessen dürfen wir nicht fahren -

 

 

 

 

Und wenn wir gleich schon am erneuern sind,

wäre es toll für unseren LWK

einen neue Auspuffanlage zu bekommen,

da die Preise hier in Venezuela für uns niedrig sind

und der Originalauspuff, 

der jetzt schon seit 34 Jahren an Maggie hängt,

mittlerweile aus mehreren Löchern pustet.

 

In PUERTO ORDAZ,

auf der anderen Seite des Flusses

sowie im moderneren Stadtteil der beiden,

fährt uns ROBERTO über den Weg,

der ganz angetan ist von unserem LKW.

 

Nach einem richtig netten Plausch,

stehen wir auch schon in der Werkstatt

in die uns Roberto führt,

und Maggie bekommt nach einem gut ausgehandelten Preis

ihre neue Auspuffanlage.

 

 

 

 

Am Abend sind wir herzlich bei Roberto und seiner Frau

in ihr Haus eingeladen.

 

Gemeinsam verbringen wir

eine wunderschönen Abend auf der gemütlichen Terrasse 

bei leckerer PAELLA ... MADE BY ROBERTO,

der original aus SPANIEN kommt.

 

 

 

 

Die Nacht verbringen wir vor Robertos Haus,

da der Vino in Mengen floss

und ziehen am nächsten Tag weiter 

in die 100 km in westliche Richtung entfernte 

sowie am ORINOCO FLUSS gelegene Stadt 

 

- CIUDAD BOLIVAR - 

 

der Hauptstadt des Bundeslandes BOLIVAR.

 

Dort glühen uns die Köpfe,

da das Thermometer fast die 40 Grad erreicht.

 

Wir parken unser Auto

an der Promenade der PASEO ORINOCO

 am Ufer des ORINOCO

und genießen trotz der extremen Hitze,

einen herrlich ausgedehnten Rundgang

durch das farbenfrohe und angenehme CENTRO HISTORICO 

dem sogenannten CUADRILATERO-HISTORICO.

 

 

 

 

- IMPRESSIONS from the CENTRO HISTORICO -


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Eine gewaltige Strecke liegt nun vor uns,

hinüber in den Westen Venezuelas.

 

Wir verlassen die heiße Stadt

und fahren durch die ebenso heiße und dünn besiedelte Ebene

des großen Staates BOLIVAR gen Westen.

 

Die Route ist einsam

sowie von landschaftlicher Schönheit geprägt.

 

 

ABENDSTIMMUNG

 

 

Ab CAICARA

verstärkt sich die Präsenz des Militärs noch mehr,

da das recht nahe liegende Amazonas Gebiet

in dem u. a. geschützt der Stamm der YANOMAMIE-INDIANER lebt

Militärisches Sperrgebiet ist

und man somit nur mit einer Extragenehmigung

die sehr schwer oder für Touristen

so gut wie gar nicht zu bekommen ist,

dieses Gebiet,

sowie die tief im Amazonas lebenden Indianer-Stämme

besuchen darf.

 

Unsere Route führt durch immer spektakulärer werdende Gegend,

die mit schwarzen großen Felsen durchzogen ist

und verstreut liegen kleine Indigena-Siedlungen 

mitten im Nirgendwo.

 

 

WIR WERDEN AM NÄCHSTEN CHECKPOINT ANGEKÜNDIGT

 

 

Über einen engen Pfad,

gelangen wir zu einem wunderschönen Stellplatz

an einem kleinen Fluss,

sowie am Fuße des schwarzen CARIPITO MOUNTAIN.

 

Zwischen den dort wachsenden Bananenstauten

kommt uns ein Indigena-Ehepaar

vom Stamme der MAPOYO entgegen,

die hier an der Grenze zum AMAZONAS STAAT leben.

 

Beide sind erstaunt,

zwei Bleichgesichter wie uns

und einem großen fremden Gefährt zu sehen.

 

Wir fragen ob wir hier nächtigen dürfen

und werden von den beiden "Herzlich Willkommen" geheißen.

 

Das Ehepaar wohnt ein paar Kilometer weiter weg

in einer kleinen Siedlung,

so dass wir alleine die Nacht

auf ihrem Bananengrundstück am Fluss verbringen.

 

 

 

 

Am nächsten Tag bewegen wir uns weiter 

auf der wunderschönen Route

und halten an einer kleinen Indigena-Siedlung an

um ein paar Fotos von den Häusern zu schießen.

 

Dazu kommt es jedoch irgendwie nicht,

da im nu unzählige Kinder 

vor unseren Kameras hin und her springen

 und immer wieder Foto ... Foto ... mit einem herzhaften

und durchdringlichen GEKICHERE rufen.

 

In nur einer Minute

sind auch die restlichen Bewohner der kleinen Siedlung

um Maggie auf der Straße versammelt

und alle beäugeln uns neugierig und löchern uns mit Fragen.

 

Es ist der Stamm der "JIRI"

der hier in völliger Abgeschiedenheit

am Rande des Amazonas-Staates lebt.

 

 

 

 

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Einige Kilometer weiter

winkt uns vom Straßenrand ein Indigena mit einem Kanister zu

und ist überglücklich, 

heute überhaupt noch ein Auto auf der Straße zu sehen.

  

Er braucht DIESEL für seinen Generator,

denn er möchte in wenigen Stunden das Fußballspiel

Deutschland gegen Brasilien sehen.

 

Wir tanken ihm trotz seines BRASILIEN-Shirts

seinen Kanister voll, 

natürlich mit der Bitte, 

doch auch ein wenig die Daumen

für Deutschland zu drücken.

 

 

MAGGIE ALS VERSORGUNGSTRUCK

 

 

Wir erreichen EL BURRO, 

welches an der Grenze zu Kolumbien liegt.

 

Von hier aus kann man noch wenige Kilometer in den Süden

in das Amazonas-Gebiet fahren,

bis dann endgültig die Straße endet

und man nur noch per Boot in den tiefen Amazonas 

mit Extragenehmigung,

falls man sie bekommt,

weiter kommt.

 

Einen offiziellen Grenzübergang,

geschweige denn

eine Straße nach Kolumbien gibt es hier nicht. 

 

Um nun in den Norden weiter zu kommen

nehmen wir die kleine Fähre,

die über eine Außenmotor betrieben wird,

über den ORINOCO FLUSS nach Puerto Paez.

 

Von da aus folgen wir der Straße in den Norden,

sowie entlang durch die heiß-schwülen Ebenen

der LOS LLANOS.